Urusvati weiß, welches das Wesen des Stumpfsinns ist. Einen Schlafenden kann man wecken, ein Stumpfsinniger ist jedoch nahezu hoffnungslos. Die Abstumpfung kriecht in das Denken des Menschen wie ein gefährlicher Wurm. Der Mensch versinkt tief in seinem Alltag und lebt nicht, sondern vegetiert dahin. Er ist derart unglücklich, dass er nicht einmal sein Elend bemerkt. Er verliert die Schärfe des Denkens und vermag nicht mehr nach neuen Wegen zu suchen. Er verliert das höhere Streben. Das hauptsächliche Unglück erwartet ihn jedoch in der Überirdischen Welt. Er vermag die neuen Bedingungen nicht zu ergründen. Er kann sich nicht vervollkommnen, da seine mitgebrachte Lebensweise nicht der Umgebung entspricht. Der Stumpfsinnige quält sich dahin, und es ist schwer, ihm zu helfen, da es ihm während des irdischen Lebens nicht gelang, die überirdischen Kräfte herbeizurufen. Die Erscheinung des Stumpfsinnes kann man als eine der gefährlichsten Krankheiten bezeichnen, und gerade deshalb als Krankheit, weil das Gehirn entartet und die Wahrnehmungsfähigkeit einbüßt. Der Denker bestätigte: ‘Krieger, mit einem abgestumpften Speer wirst du nicht siegen.’