Bruderschaft II, § 895

Urusvati weiß, welches das Wesen der Selbstprüfung ist. Alle Welten befinden sich in Prüfung. Wer diese Wahrheit klar erkannt hat, versteht, dass auch das kleinste Teilchen des Weltalls sich in unaufhörlicher Prüfung befindet. Der kluge Tatmensch unterscheidet von außen und von innen herangetragene Prüfungen. Er selbst stellt sich den Aufgaben und fürchtet auch keine außergewöhnlichen Aufgaben, auch wenn diese noch so schwer sind. Nicht nur einmal opfert er sein Leben in einer Prüfung, wenn dies zum Wohl der Menschheit erforderlich ist. Seit alters her ist die Erzählung vom Spiel der MUTTER DER WELT bekannt. Auch ein kühner Prüfling geht so weit, bis er in ein bedeutsames Spiel gerät. Bei schweren Aufgaben ist es nur auf dem Wege der Selbstaufopferung möglich, ohne Furcht vor Gefahren zu sein. So zerfällt sie unter dem Schwert des Helden. Wahrhaftig, ein Prüfling kann als Held bezeichnet werden. Er bereitet sich einen ruhmreichen Eintritt in die Überirdische Welt. Unverzüglich wird er zu neuen Forschungen streben. Der feinstoffliche Körper wird ihm neue Möglichkeiten verleihen, die er kühn in der Vervollkommnung anwendet. Lasst uns nicht vergessen, dass viele überirdische Wanderer in Ängstlichkeit fallen und sich dadurch der besten Möglichkeiten berauben. Der Denker sprach: ‘Freund, prüfe dich auf jeder Stufe des Aufstiegs.’

‹ § 894 · Inhaltsverzeichnis · § 896 ›