Urusvati weiß, welches das Wesen der Selbsterneuerung ist. Der Mensch sollte sich dessen bewusst sein, dass er in jedem beliebigen Zustand zu neuem Leben erstehen kann. Wer die Überirdische Welt nicht kennt, vermag leicht in Verzweiflung zu fallen und sich einzubilden, dass ihm nichts anderes mehr als ein furchtbares Ende bleibe. Man kann sich den traurigen Zustand eines solchen Menschen, der in die Überirdische Welt eintritt, gut vorstellen. Er hatte diese Welt verleugnet. Er war von ihrer Nichtexistenz überzeugt und findet sich nun, seiner Überzeugung zum Trotz, unter ungewohnten Bedingungen wieder, wo ihm ein schwerer und schmerzhafter Zustand bevorsteht. Doch auch in einer solch schweren Lage vermag der Mensch sich selbst wiederzubeleben, wofür es allerdings eines starken Willens bedarf. Möge jeder, der die Überirdische Welt erkannt hat, erzählen, wie leicht es ihm ist, in das nebenliegende Gemach hinüberzugehen. Möge er erzählen, wie sehr es von ihm selbst abhängt, Licht in das neue Haus zu bringen. Wozu in Finsternis umherirren oder fremdes Licht nutzen, wenn man sein eigenes Licht haben und damit sogar anderen helfen kann? Solch ein Wunsch zu helfen ist jedoch eine Kunst, die durch Bemühungen im irdischen Leben angesammelt wird. So kann der Mensch sich mit der Waffe des Lichts versehen. So kann man sich ununterbrochen selbst wiederbeleben. Und dieses Gefühl ist eines der höchsten. Der Denker sprach: ‘Freunde! Ihr könnt die Selbsterneuerung auch Selbstermutigung nennen!’