Urusvati weiß, welches das Wesen des Selbstvergessens ist. Gewöhnlich fürchten die Menschen solche Begriffe wie Selbstvergessen und Selbstentsagung. Sie verbinden sie mit Bettelarmut und Lumpenkleidung. Indessen wissen die tätig Schaffenden, dass sie in dem Prozess zur Erreichung hoher Qualität die Selbstsucht vergaßen. Dabei vollzog sich eine natürliche Überwindung ihrer Selbstsucht, und der Mensch entsagte dabei seinen persönlichen Wünschen. So wird verständlich, dass der Mensch in der Überirdischen Welt sich selbst vergisst, wenn er sich zu herrlichen Taten emporschwingt. Solch eine Stufe des Aufstieges wird ohne Zwang erreicht. Möge der Mensch bei seiner irdischen Arbeit die emportragenden Flügel fühlen. Dies ist der Grund, weshalb Wir schöpferisches Handeln als beste Möglichkeit des Aufstieges bestätigen. Nicht oft verstehen die Menschen die ganze Schönheit der Selbstentsagung. Sie ziehen ihr die Selbstsucht ihres irdischen Alltagsdaseins vor. Sie wissen nicht, wie leicht man einen Abfallhaufen in die Grundlage für einen herrlichen Garten verwandeln kann. Sie irren sich, wenn sie meinen, dass etwas sie nichts angehe. Jeder vermag zu einem kühnen Eroberer kostbarer Bereiche des Denkens zu werden. Der Denker sprach: ‘Würdest du nur ein wenig nachdenken, empfingest du dadurch bereits die Flügel des Selbstvergessens.’