Bruderschaft II, § 880

Urusvati weiß, welches das Wesen der Selbstbeherrschung ist. Denkt über diesen Begriff nach. Er bezeichnet eine harmonische Zusammenarbeit der psychischen Zentren. Ihr wisst, wie schädlich Unordnung ist, und umso verderblicher ist sie im psychischen Bereich. Es ist an der Zeit, dass der Mensch die Existenz der ihm innewohnenden psychischen Energie und ihrer Macht ganz klar erkennt. Oft wird von psychischer Energie gesprochen, doch selten erkennt man ihre Gegenwart. Ebenso selten wird verstanden, wie notwendig die psychische Energie in der Überirdischen Welt ist. Der Weg zur Erkenntnis ist kein fester Besitz des Menschen, sondern er muss seinen psychischen Zentren selbst befehlen, ihre Tätigkeit zu schärfen. Mögen die Folgen eines solchen Befehls auch nicht sofort zutage treten, doch wie der Puls auf das Leben des Herzens verweist, so weisen auch die Impulse des freien Willens auf die Tätigkeit der Zentren hin. So wird in ununterbrochener Aufeinanderfolge von Willensimpulsen die Harmonie der Zentren geschaffen. Der Denker sprach: ‘Freunde, arme Freunde, beherrscht eure Schätze!’

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