Bruderschaft II, § 870

Urusvati weiß, welches das Wesen unbegrenzter Anschauungen ist. Ein Yogi verfügt über Anschauungen, die durch nichts eingegrenzt werden können. Ein Mensch, der sich in einen Keller von Verneinungen einschließt, kann kein Yogi sein. Es wurde gesagt, die Natur eines Yogis bilde sich ständig im Verlauf vieler Verkörperungen aus, doch daraus darf man nicht den Schluss ziehen, der Mensch müsse nicht in jeder neuen Verkörperung nach Möglichkeiten des Aufstiegs suchen. Jeder Tatmensch sollte verstehen, dass er in der Überirdischen Welt auf eine Vielzahl neuer Bedingungen treffen und ihm nur die Weite seiner Anschauungen helfen wird, alles Umgebende betrachtend zu erkennen. Selbst in Gegensätzlichkeiten wird er die Ursache ihres Entstehens erkennen und, statt in Verneinung zu verfallen, seine Aufspeicherungen bereichern. Für den Yogi ist die Begegnung mit Hindernissen nur Aufgabe, um einen großen Sieg zu erringen. Selten jedoch stimmt der Mensch dem zu, dass Hindernisse für ihn zum echten Wohl beitragen können. Möge die Jugend zu verstehen beginnen, dass unbegrenzte Anschauungen die besten Flügel darstellen. Man könnte viele Beispiele dafür anführen, dass die unterschiedlichsten Tatmenschen dank der Weite ihrer Anschauungen Siege errangen. Selbst wenn sie auf scheinbar unlösbare Aufgaben trafen, bahnten sie sich mit unbegrenzter Anschauungsweise den Weg. So kann man bestätigen, dass die Weite der Anschauungen der Schild eines Yogis ist. Der Denker gebot: ‘Freunde, lernt es, weiter als das Weite zu denken.’

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