Urusvati weiß, welches das Wesen der Freundlichkeit ist. Ein Yogi ist bereits von seiner Natur aus freundlich. Sorgsam erforscht er jede Erscheinung, und wenn er ein Teilchen des Guten gefunden hat, wird er, davon ausgehend, sein Urteil fällen. Wenn ein Yogi jedoch kosmischen Unrat wahrnimmt, wird er ihn hinwegfegen, da er weiß, dass ein solcher Verfall nur durch das Feuer umgewandelt werden kann. Ein Yogi versteht, dass man eine Erscheinung unmöglich anhand ihres vorübergehenden Zustandes bewerten darf, und daher betrachtet er ein Geschehen in seinen verschiedenen Stadien, bevor er über das Wesen urteilt. Versteht diese Grundlage der Freundlichkeit gut. Es ist besser, in Bezug auf das Gute zu irren, als voreilig eine Verurteilung auszusprechen. Das Herz eines Yogis trügt jedoch nicht, und kosmischer Unrat ist für feinfühlige Schwingungen unfehlbar zu erkennen. Überirdische Schwingungen vermögen den Wesensverfall eines Menschen fehlerfrei zu erkennen. Mit der Zeit wird man solche feinstofflichen Schwingungen auch im irdischen Dasein anwenden können, doch wird man noch warten müssen, bis solche empfindlichen Apparate ins Leben treten. Es lässt sich sehen, in welcher Vergröberung die Menschheit sich befindet, weshalb es unmöglich ist, den Schuppenpanzer der Unwissenheit derzeit zu durchdringen. Nichtsdestoweniger wird sich die Evolution vollziehen. Der Denker bestätigte: ‘Bewahrt euch die Freundlichkeit als eine Fackel in der Finsternis.’