Bruderschaft II, § 853

Urusvati weiß, welches das Wesen der Bestrebung ist. Oftmals unterscheiden die Menschen nicht zwischen dem geistigen Streben, das vom Herzen ausgeht und einer verstandesmäßigen, körpergebundenen Anspannung. Aus diesem betrüblichen Fehlverstehen entstehen üble Folgen. Selbst wenn man sich mit einem Holzhammer an die Stirn schlagen wollte, könnte man die schöpferische Energie nicht dazu bewegen, in Erscheinung zu treten. Man wird fragen: ‘Wie soll man sich zur Erkenntnis der Energie erziehen?’ Um einen Strom höherer Anspannung aufnehmen zu können, muss man vor allem das Bewusstsein mit hochstehendem Denken verfeinern. Auf diese Weise wird sich das Bewusstsein erweitern, und das Feuer des Herzens kann sich entzünden. Solch ein segensreicher Zustand vermag sich unerwartet einzustellen. Nicht nur einmal haben Wir daran erinnert, dass die Maßstäbe der Überirdischen Welt nicht den irdischen gleichen. Nur wenn er diesen Unterschied verstanden hat, kann der Mensch mit der Überirdischen Welt vertraut werden. Es bedarf dazu keiner äußerlichen Übungen, denn allein das Denken vermag den Menschen zu heben. Nur während bestrebten Denkens kann der Mensch die Gegenwart des inneren Feuers spüren. In alten Lehren lassen sich Hinweise auf einen kostbaren Talisman finden, der sich im Herzen befände. Wahrhaftig, man kann das von überirdischer Energie entfachte Feuer des Herzens mit einem Talisman vergleichen. Mögen die Menschen nicht denken, man müsse in die Einsiedelei gehen, um eine normale Entwicklung des Bewusstseins zu erreichen. Auch im irdischen Alltag ist herrliches Streben möglich, und eine solche Heldentat wird sogar noch schöner sein. Man muss das Streben jedoch zu einem mächtigen Pfeil schärfen. Mögen die Lehrer in den Schulen von der Macht höherführenden Strebens sprechen. Mögen sie einen Moment des Schweigens einräumen, in dem die Kleinen mit ihrem Denken zum Schönsten streben können. Solche Augenblicke können Funken des Herzensfeuers hervorrufen. Der Denker riet, sich schweigend zu versammeln und die Gedanken auf das Wohl der Menschheit zu richten.

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