Bruderschaft II, § 851

Urusvati weiß, welches das Wesen des Segens ist. Uranfängliche Energie, Segen, psychische Energie, feurige Energie, Prana – es hat viele Bezeichnungen in den verschiedenen Jahrhunderten gegeben, doch ist der innere Sinn derselbe. Lenker schöpferischer Kräfte, Lebensspender, Erwecker zur Erkenntnis, so könnten die Menschen den Segen verstehen. Doch die Menschen sind von einem Verständnis der Grundlagen des Weltalls weit entfernt. Sie fragen: ‘Wenn die uranfängliche Energie den Raum erfüllt, warum wirkt sie dann nicht in gleichmäßiger Weise auf die gesamte Menschheit ein?’ Die Fragenden wissen gar nicht, dass es keine zwei gleichen Menschen gibt, wissen nicht, dass man die Energie erkennen, herbeirufen und aufnehmen muss. Der Unwissende gleicht einem Kranken, der eine sofortige Wirkung des Medikamentes fordert. Schon nach der ersten Einnahme ist er bereit, die Wirkung in Frage zu stellen. Genauso handelt derjenige, der die uranfängliche Energie nicht erkennt. Ebensowenig versteht der Unwissende, dass man die Energie herbeirufen muss. Man muss dazu einen reinen Willen anspannen, damit der feurige Magnet entflammt. Dieser Magnet kann nicht zum Leben erstehen, ohne dass der Wille angespannt wurde. Ebenso schwer fällt es dem Menschen, den Segen in seinem irdischen Alltag anzunehmen. Wie ein gefangener Paradiesvogel schlägt er an den Käfig und verliert dabei die besten Federn. Wer den Segen angenommen hat, muss diesen wunderbaren Vogel in Freiheit halten. Wie aber soll man ihn zähmen, damit er sich nicht als bedauernswerter Gefangener erweist? Die Menschen haben sich viele Methoden ersonnen, um ihren Lebensalltag an die Erhabenheit der herrlichen Energie anzupassen, doch haben sie nur wenig an die indirekte Bedeutung des Wortes ‘Segen’ gedacht. Der Denker freute sich, wenn er die Gegenwart des Segens verspürte. Er sprach: ‘Ein feuriger Vogel hat mich berührt, der Bote der Überirdischen Welt.’

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