Bruderschaft II, § 850

Urusvati weiß, welches das Wesen der Gutmütigkeit ist. Ein herrlicher Begriff, der es nicht verdient, von Unwissenden herabgesetzt zu werden. Für letztere steht Gutmütigkeit der Geistesschwäche nahe, und ein Gutmütiger verdiene kein Vertrauen. Was kann indessen erhebender sein als Bestrebung zum Wohl, zum Guten? Nur ein weiser Mensch vermag all seine Kraft dem Wohl zuzuwenden. Er empfindet solches Streben zur Überirdischen Welt nicht als schädlich, denn der Magnet des Guten führt ihm die besten Weggefährten zu. Auf der Erde träumen die Menschen von Zusammenarbeit, doch in der Überirdischen Welt ist sie noch viel spürbarer. Sie stärkt den Geist und vermehrt die psychische Energie. Auf der Erde versuchen die Menschen, mit den verschiedenen Yogaarten das Bewusstsein zu heben und sich der Höheren Welt zu nähern. Die Überirdische Welt erfordert noch mehr Anspannung, um Fortbewegung erzeugen zu können. Ständig, ohne Unterbrechung, bewegt sich der Wanderer in der Überirdischen Welt vor oder zurück, wie ein Stein in einem Strudel. Der Anker des Wohls wird sehr sicher sein, doch dafür muss der Mensch sich wahrhafte Gutmütigkeit aneignen. Sie hilft, Gereiztheit, Zorn und Boshaftigkeit zu vermeiden. Mögen die Menschen nicht denken, dass Wir über unnötige Themen sprechen. Die Welt ist dermaßen von Hass gepackt, dass der Rettungsring des Wohls unerlässlich ist. Möge der Mensch nach herabgewürdigten und vergessenen Begriffen suchen. Möge er es lernen, sie in ihrer wahren Bedeutung anzuwenden. Im Staub der Jahrhunderte kann viel Gutes gefunden werden. Der Denker bestätigte: ‘Lege die Rüstung der Gutmütigkeit an und sei unbesiegbar.’

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