Bruderschaft II, § 848

Urusvati weiß, welches das Wesen der Inspiration ist. In verschiedenen Sprachen bezeichnet dieses Wort einen Einfluss von außen. Die Menschen lieben das Wort Inspiration nicht nur, sondern missbrauchen es gar, doch nur sehr selten denken sie über seinen Ursprung nach. Selbst die Wenigen, die den Ursprung des Wortes Inspiration verstehen, sind in ihrer Meinung geteilt. Die einen gehen von einer persönlichen Einflussnahme aus, während andere meinen, dass dabei eine bestimmte Energie wirke. Lasst uns nicht darüber streiten, denn bei jeder persönlichen Einflussnahme ist Energie wirksam. Doch für den Menschen ist es an der Zeit, die wahre Bedeutung der von ihm verwendeten Worte zu erkennen. Vermag der Mensch jedoch über die Bedeutung der Inspiration nachzudenken, ohne ein Verständnis der Überirdischen Welt zu haben? Er wird eine Zusammenarbeit mit den Höheren Kräften nicht erkennen können, wenn er sie schon grundsätzlich verneint. Das Wort Inspiration begegnet einem besonders bei Künstlern und Gelehrten. Der Grund dafür ist verständlich – solche Tatmenschen können Einwirkungen aus den Überirdischen Sphären öfter als andere erfahren. Diese Erscheinung könnte jedoch verstärkt werden, wenn die Menschen sie bewusst annehmen würden, doch leider wird die Überirdische Welt nicht anerkannt. Kann man ihre baldige Anerkennung erwarten, wenn die Menschen ganz von Hass und Zerstörungswut erfüllt sind? Noch ist die Inspiration jedoch aus dem Wörterbuch nicht verbannt worden. Man kann darauf warten, dass sich ein Lehrer findet, der die hohe Bedeutung der Inspiration bereits in der Grundschule erklärt. Mögen die Kleinen von Zusammenarbeit mit dem Überirdischen erfahren. Eine solche höhere Wirkung wird das menschliche Schaffen nicht verstümmeln, sondern es wie mit herrlichen Flügeln berühren! Der Denker sprach: ‘Lehrer, inspiriere mich zu bestem Schaffen!’

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