Bruderschaft II, § 842

Urusvati weiß vom Wesen der überirdischen Maßstäbe. Die Forscher überirdischer Wissenschaft sind oft erstaunt, weshalb die irdischen Fristen nicht mit den überirdischen Fristen zusammenfallen. Dieser Umstand lässt Kleinmütige mitunter in Zweifel verfallen. Erst bei tiefgründiger Erforschung der Bedingungen in der Überirdischen Welt wird der Mensch verstehen, dass die überirdischen Maßstäbe nicht gänzlich mit den irdischen Maßstäben zusammenfallen können. Sogar auf der Erde wird ein auf einem Berggipfel stehender Mensch anders denken und fühlen als jemand, der sich tief unten im Tal befindet. Umso verschiedener von den irdischen werden die überirdischen Maßstäbe sein. Dort werden die eigentlichen, wesentlichen Grundlagen herrschen, und ein Hinweis wird in Verbindung mit Ereignissen stehen. Daher vermag nur ein aufmerksamer Beobachter die innere Verbindung vieler Ereignisse zu erkennen, die den eigentlichen Hinweis gleichsam begleiten. Nicht selten werden solche begleitenden Ereignisse als geradezu nebensächlich und unbedeutend erscheinen, und nur ein aufmerksames, scharfes Auge wird die charakteristische Verbindung erkennen. Ein solch unvoreingenommener Gelehrter wird dann sagen: ‘Wahrhaftig, die Überirdische Welt ist der irdischen nahe, doch müssen deren erhabenen Maßstäbe sorgfältig beobachtet werden.’ So lässt sich verstehen, dass die überirdische Sprache nicht wie die engbegrenzte irdische Sprache sein kann. Das Herz erweist sich beständig als Mittelpunkt des menschlichen Wesens. Allein das Herz vermag die leichten Berührungen der Überirdischen Welt wahrzunehmen und zu verstehen, daran muss man denken. Der Denker sprach: ‘Lehrer, lehre mich, das Überirdische Flüstern zu verstehen.’

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