Bruderschaft II, § 84

Urusvati weiß, in welch weitem Maße der Mensch ununterbrochen von der uranfänglichen Energie gelenkt wird. Von großen Heldentaten bis zu gewöhnlichen Alltagserscheinungen befinden die Menschen sich unter der Einwirkung der uranfänglichen Energie. Sie hat derart viele Bezeichnungen erhalten, dass sie in den Augen der Menschheit ihre Einheit verloren hat. Es ist an der Zeit, wieder zu ihrer grundlegenden Bedeutung zurückzukehren, und daher ist es besser, nicht einen der früheren Begriffe zu verwenden, sondern auf den einfachsten und bedeutsamsten einzugehen, nämlich auf den der uranfänglichen Energie. Das Wichtigste ist, dass die Menschen sich dazu erziehen, ihre Gegenwart wahrzunehmen; dann wird auch die Zusammenarbeit mit ihr bekundet werden. Man sollte sich nicht wundern, wenn Wir von einer Zusammenarbeit mit der uns selbst innewohnenden Energie sprechen. Wie kann man denn mit sich selbst zusammenarbeiten? Vergessen wir jedoch nicht, dass die uranfängliche Energie in allem Existierenden ausgegossen ist und unser Energiefunke mit den höheren Strömen ein und derselben Macht zusammenarbeiten muss. Auf diese Weise werden wir die Führung, von der so viel gesprochen wird, besser verstehen. Gewiss, es gibt ebenso Beschützer wie Verführer. Jeder Inkarnierte hat sowohl Freunde wie Feinde um sich herum. Die vergangenen Leben werden notwendigerweise um den Menschen herum viele Kümmernisse und Hass ansammeln. Wenn ein Mensch Hilfe herabruft, so spürt er, dass sich um ihn herum etwas Wirkliches befinden muss. Und, gewiss, der Mensch irrt darin nicht. Doch wenn er sich noch die Gegenwart der uranfänglichen Energie ganz bewusst machte, so wäre seine Anrufung noch wirksamer. Wir möchten jede Art von guter Zusammenarbeit begründen. Wir wären hocherfreut, wenn Wir sehen könnten, dass die Menschen sich einem höchst zuverlässigen Führer zuwendeten. Gerade die uranfängliche Energie zeigt dem Menschen das Maß des Erlaubten auf. Er vernimmt die Stimme des Gewissens, doch die Energie vermittelt den Impuls zu dieser Stimme. Jeder innere Antrieb ist eine Folge der Energie. Doch wir können solche Folgen zu einer Reife weiterführen, indem wir sie bestätigen. Eine solche Bestätigung wird wie das Hervorrufen von Energien sein. Unter den Zeremonien alter Mysterien kann man eine innige Anrufung dieser Kräfte finden. Dies darf man nicht nur als eine Abschirmung gegenüber finsteren Mächten verstehen, sondern gerade als einen Aufruf derjenigen Kräfte, die in der Tiefe des Organismus verborgen sind. So kann jeder seine Kräfte vervollkommnen, indem er sie anerkennt.

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