Bruderschaft II, § 839

Urusvati weiß vom Geschenk der Arbeit. Die Menschheit beginnt, die Arbeit als höchsten Wert zu verstehen. Die Arbeit wird als höchster Maßstab angesehen, und dennoch meinen immer noch viele, die Arbeit sei ein Fluch. Woher aber rührt solch ein unrechtes Urteil? – Aus dem Nichtverstehen der Überirdischen Welt. Die Menschen wollen die Grundlagen des Überirdischen Lebens nicht kennen. Sie verstehen nicht, dass Arbeit eine Befreiung von Selbstsucht darstellt, anders gesagt, von der schädlichsten Eigenschaft, die die Möglichkeit überirdischen Schaffens stört. Arbeit von hoher Qualität gestattet es dem Menschen, sich über die nichtige Selbstsucht zu erheben. In der Stunde wahrer Begeisterung denkt ein Schaffender nicht an sich selbst. Ein Arbeiter, der zu bester Qualität strebt, wird kein Sklave der Selbstsucht sein. Daher stellt das Geschenk der Arbeit eine Befreiung von Selbstsucht dar. Man kann die Selbstsucht auch auf gedanklichem Wege ausmerzen, doch gibt es viele, die derart hochstehend zu denken vermögen? Die Arbeit kommt ihnen zu Hilfe und bewahrt sie vor einem unvollkommenen Alltagsleben. Die Menschen nutzen die Arbeit wenig, um sich dadurch vor dem Eintauchen in einen Strudel von Nichtigkeiten zu schützen. Die Suche nach besserer Qualität stellt bereits ein Streben in eine bessere Zukunft dar. Nicht ohne Grund ist der Yoga der Arbeit der Menschheit als direkter Weg zu Befähigungen vorgeschlagen worden. Lasst uns nicht darüber schweigen, wie notwendig Arbeit von klein an ist. Mögen die Familie und die Schule künftige Arbeiter und Schöpfer schaffen. Der Denker sprach: ‘Betend lasst uns das Geschenk der Arbeit annehmen.’

‹ § 838 · Inhaltsverzeichnis · § 840 ›