Urusvati weiß von der Bedeutung lebenspendenden Schaffens. Der Mensch schafft unaufhörlich, bewusst oder unbewusst, in äußerer Aktivität oder in Gedanken. Er setzt sein Schaffen im Wachzustand als auch im Schlafe fort, und darin erfüllt sich seine Bestimmung. Es ist dem Menschen unmöglich, nicht zu schaffen, denn nur in diesem Zustand kommt er mit den höheren Energien in Berührung. Natürlich werden wir das Schaffen eines großen Denkers nicht mit demjenigen eines Wilden vergleichen – sie sind unvergleichbar, und dennoch berührt die grundlegende Energie beide. Bei seinem Schaffen steigt der Mensch ständig auf und nieder. Man kann sich einen Apparat, einen Psychographen, vorstellen, der die geringste Bewegung des menschlichen Tuns verzeichnet. Dabei wird sich ein sehr komplexer Verlauf dieses Tuns auftun. Nach Ausbrüchen von Heldentum können sich beschämende Schwermut, nichtige Angst oder Gereiztheit einstellen, und der Apparat wird einen Niedergang verzeichnen, der sich jedoch erneut in einen Aufstieg zu Begeisterung von Liebe und Freude zu wandeln vermag. Man kann sich den heutigen Menschen unmöglich in beständigem Aufstieg begriffen vorstellen. Grundsätzlich jedoch ist ein solch beständiger, ununterbrochener Aufstieg schon vorstellbar, und er ist nicht nur Einzelpersonen möglich, sondern ganzen Gruppen und selbst der gesamten Menschheit. Solche Erweiterung und Einheit des Bewusstseins ist bis jetzt noch ein Traum, doch ist jeder Traum bereits ein Befehl an sich selbst, und die Hohen Kräfte werden dem kühnen Helden zu Hilfe eilen. In der Überirdischen Welt vollzieht sich etwas Ähnliches, doch der irdische Mensch muss sich seiner Verantwortung für den weltweiten Aufbau auch bewusst sein. Für den Anfang lasst uns daher daran denken, dass der Mensch unaufhörlich schafft. Der Denker sprach: ‘Wer kann eine Grenze des menschlichen Schaffens aufzeigen? Die Unbegrenztheit selbst ist der Maßstab.’