Urusvati weiß von der Wirkung des Sieges über die Furcht. Was aber ist Furcht, diese finstere Versklaverin der Menschheit? Ein Gelehrter wird sagen, ‘Furcht ist ein Krampf der Schwingungen, der durch eine disharmonische Annäherung entsteht.’ Ein Denker wird daran erinnern, dass Furcht Unwissenheit ist. Es ließen sich viele Definitionen der Furcht anführen. Sie unterstreichen, dass die Furcht den Menschen seines Willens beraubt und ihn dadurch schutzlos werden lässt. Die wichtigste Definition wird jedoch sein, dass der Mensch die Furcht auf sich herabbeschwört, wenn er die Realität der Überirdischen Welt nicht erkannt hat. Kann ein Mensch, der das überirdische Gesetz kennt, sich dem Schrecken unterwerfen? Ein solch kühner Forscher weiß, dass die menschliche Wesenheit unzerstörbar ist und dass auch der stärkste, durch Schwingungen ausgelöste Krampf durch den Willen überwunden werden kann. Doch zu einer solchen Anspannung muss erzogen werden. Niemand wird vor Furcht geschützt sein, wenn er nicht den Willen hat, sie zu überwinden. Möge der Mensch immer daran denken, dass disharmonische Verbindungen ihn schwächen können und er sich bewusst mit dem Schild des Willens bedecken muss. Wir haben bereits von der Erziehung des Willens gesprochen. Man darf nicht denken, Disharmonie könne allein durch gewöhnliche Ruhe überwunden werden. Ein Schlag erfordert eine Gegenwirkung. Möge das Böse zu dem zurückkehren, der es ausgesandt hat. Wir brauchen kein Schwert, wenn wir den feindlichen Pfeil mit der Kraft des Willens zurückschlagen können. ‘Wahrlich, der siegreiche Überwinder muss auf unermüdlicher Wacht stehen’, so gebot es der Denker.