Bruderschaft II, § 803

Urusvati weiß, dass die Denker des Altertums das irdische Leben einen Zweikampf mit dem Chaos nannten. Jeder kühne Krieger legte eine schwere Rüstung an und ging auf die Suche nach dem Drachen des Chaos. Mochte der Krieger auch wissen, dass der Drache ihm auf allen Wegen auflauern würde, doch das Antlitz des Drachen änderte sich, und der Krieger musste so findig sein, es zu erkennen. Natürlich verfiel der Krieger nicht selten in Trägheit und irrte umher, ohne die vorbestimmte Heldentat zu vollbringen. Man wird fragen: ‘Warum musste der Krieger die Überirdische Festung verlassen? Konnte er den Feind nicht von dort aus niederschlagen? Besaß er etwa weder Pfeil noch Speer? Um die Festung herum nisteten wohl keine Drachen?’ Es geht jedoch darum, dass der Krieger die verborgensten Ungeheuer finden muss. Sie halten sich in tiefen Schluchten auf. Je schwerer das Unterfangen, desto lichter ist die Heldentat, desto siegreicher die Rückkehr des Kriegers in seine Festung. Möge der Mensch intensiv daran denken, dass seine Festung nicht auf der Erde ist. Ebenso muss man daran denken, dass alle irdischen Arbeiten um der Rückkehr in die Überirdische Festung willen vollbracht werden. Der Arbeiter wird auch verstehen, dass die Qualität seiner Arbeit eine hohe sein sollte; allein in der Qualität findet die Arbeit ihren Segen. Auf solche Weise können verschiedene Arbeiter sich begegnen und einander anhand der hohen Qualität ihrer irdischen Arbeit verstehen. Der Denker sprach: ‘Lernt es, über eine hohe Qualität des Daseins nachzudenken.’

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