Bruderschaft II, § 796

Urusvati weiß, dass ein erweitertes Bewusstsein harmonisierend auf Bewusstseine in seiner Umgebung und sogar auf die Atmosphäre einwirkt. So entsteht ein Magnet eigener Art, der die Umgebung anzieht und umwandelt. Ein solcher Zustand ist nicht nur für die Erde, sondern auch für die Überirdische Welt wichtig. Natürlich bildet sich die Erweiterung des Bewusstseins nicht leicht. Überdies verwechseln viele Menschen die Bewusstseinserweiterung mit mechanischer Wissensaneignung. Sie erkennen die Wirkungen psychischer Kräfte überhaupt nicht an; für sie begrenzt sich die Wissenschaft auf das, was der Menschheit bisher beschieden ist. Sie können nicht verstehen, dass Wissenschaft ohne die psychische Energie etwas Totes darstellt. Wie aber kann der komplizierte Prozess der Bewusstseinserweiterung einsetzen, wenn die Menschen sich schon der geringsten Möglichkeit zu höherer Erkenntnis verschließen? Der Mensch muss sich sagen: ‘Ich will mein Bewusstsein erweitern.’ Allein der freie Wille vermag einen wirksamen Magneten zu schaffen. ‘Ich will und ich kann’, so öffnet der Mensch das erste Tor zur Umgestaltung der Welt. Der innige Wunsch muss sich mit Geduld vereinen, da viele Prozesse Zeit erfordern. Solch eine Aufgabe kann nur ein Tatmensch lösen, der sich dem Dienst an der Menschheit widmet. Der Denker bestätigte: ‘Lernt es zu wünschen, macht euch zu Bürgern der Überirdischen Welt.’

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