Urusvati weiß, dass die Hauptursache von Meinungsverschiedenheiten in der Individualität der Bewusstseine liegt. Es gibt keine identischen Sandkörnchen und keine gleichen Bewusstseine. Dieser Reichtum der Natur hätte zu einer Beschleunigung der Evolution führen können, doch ist indessen nicht wenig Böses daraus entstanden. Es muss daran erinnert werden, dass dieses Böse verderblich ist, nicht allein für das irdische Leben, sondern auch für die Überirdische Welt. Indessen kann jeder Mensch zur Verringerung des Bösen beitragen. Dafür sollte er sich der Individualität der Bewusstseine ganz klar erinnern. Er darf das Bewusstsein des Nächsten nicht zwingen. Er kann hingegen Freundschaft und Zusammenarbeit einbringen, muss dabei jedoch die Unterschiedlichkeit der Bewusstseine im Auge haben. Aus einem solchen Verstehen erwächst Mitgefühl. Ein weiser Mensch zeigt dem Nächsten sein Mitgefühl nicht, damit dieser das Gute nicht für ein Almosen hält. Eine Vielzahl kleinster Bewusstseinseigenschaften kann verderbliche Meinungsverschiedenheiten ausgleichen. Man darf jedoch Meinungsverschiedenheiten nicht mit einem vernünftigen Meinungsaustausch verwechseln. Wer die bessere Saat ausbringt, wird auch eine reichere Ernte einfahren. Wir kümmern Uns nicht nur um das irdische Leben, sondern mehr noch um die Überirdische Existenz. Die Menschen sollten endlich erkennen, dass jeder zur Überirdischen Welt strebt und dafür den für ihn geeignetsten Weg nimmt. Der Denker riet: ‘Helft dem Nächsten, sich der Überirdischen Welt auf bessere und schönere Weise zuzuwenden.’