Bruderschaft II, § 786

Urusvati weiß, wie die Menschen vergeblich über das unerwartete Auftreten überirdischer Erscheinungen klagen. Sie werden sagen: ‘Wir haben mit der ganzen Kraft unseres Wunsches gewartet, doch nichts trat in Erscheinung. Als alle Kraft versiegt war, da kam die Erscheinung.’ Diesen unerfahrenen Forschern muss man sagen: ‘Ihr habt euren Wunsch nach feinstofflicher Erscheinung mit irdischen Wünschen verbunden. Versteht ihr etwa nicht, dass das Irdische und das Überirdische nicht in denselben Dimensionen ablaufen können?’ Man muss in sich Feinheit des Gefühls entwickeln, um durch den irdischen Lärm hindurch Überirdische Erscheinungen hören zu können. Man muss mit geschlossenen Augen das Überirdische Licht schauen können. So nähern sich die Erscheinungen der Feinstofflichen Welt, und ihr werdet nicht von unerwartetem Auftreten sprechen, da ihr mit dem Herzen ihr Nahen spüren werdet. Natürlich werdet ihr oftmals nicht den genauen Gehalt der Erscheinungen im Voraus erspüren, doch werdet ihr in jedem Fall ihr Nahen erkennen. Überdies könnt ihr nicht selten schon für einige Zeit vorher entsprechende Schwingungen verspüren. Unerfahrene Menschen bezeichnen solche Empfindungen sogar als etwas Ungesundes, da diese Schwingungen sich völlig von ihren eigenen unterscheiden. Ein feinfühliger Beobachter jedoch vermag sich den herannahenden überirdischen Schwingungen unverzüglich anzupassen und auf sie zu antworten. So entwickelt sich wahre Zusammenarbeit. Zudem muss daran erinnert werden, dass die Menschen immer von überirdischen Einflüssen umgeben sind, ohne sie erkennen und unterscheiden zu können. Man muss daher von jungen Jahren an seine Verbindung mit der Überirdischen Welt anspannen und dies freudig tun, wie eine schöne Arbeit. Der Denker lehrte: ‘Seid scharfsinnig, damit ihr zu jeder beliebigen Zeit die Überirdischen Zeichen schauen könnt.’

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