Urusvati weiß, dass man bei den menschlichen Eigenschaften die angeborenen, anders gesagt, in vergangenen Leben bereits entwickelten, von den im jetzigen Leben durch Erziehung angeeigneten Eigenschaften unterscheiden muss. Sehen wir uns einige davon an. Lenken wir dabei unsere Aufmerksamkeit vor allem auf die angeborene Eigenschaft der Dankbarkeit. Sie entsteht nicht leicht und bedarf vieler Prüfungen, irdischer wie überirdischer. Wenn wir jedoch einem Menschen begegnen, der die Eigenschaft der Dankbarkeit besitzt, können wir überzeugt sein, dass wir in ihm auch noch viele andere positive Eigenschaften finden werden. Ein solcher Tatmensch ist für alles Gute dankbar, ob es nun ihm oder dem Gemeinwohl zukommt. Es ist notwendig, dass sich diese gute Eigenschaft ohne Einflüsse von außen im Bewusstsein entwickelt. Eine Sache ist es, wenn ein kleines Kind durch Aufforderung der Erwachsenen für etwas dankt, doch ist es besser, wenn der leuchtende Stern der Dankbarkeit von selbst in seinem Bewusstsein aufleuchtet. Eine solche Dankbarkeit bringt nicht nur dem Empfangenden, sondern auch dem Gebenden Nutzen. So lasst uns scharfsinnig alle Eigenschaften unterscheiden, die eine Brücke zur Überirdischen Welt bilden. Leuchtende Dankbarkeit für alles Gute, ob klein oder groß, wird nicht verlöschen, sondern empfängt das Gewebe zur Bildung geistiger Flügel. Der Denker sprach: ‘Wir werden uns freuen, wenn wir die Eigenschaft der Dankbarkeit bemerken.’