Urusvati weiß, dass der freie Wille kostbar ist – wenn er frei ist. Einen kläglichen Anblick bietet der Wahnsinnige, der sich dünkt frei zu sein, in Wirklichkeit jedoch in allen möglichen Ketten gefesselt ist. Kann man den Willen frei nennen, wenn er blind und taub ist und in einem Morast von Vorurteilen kriecht? Man wird fragen: ‘Wie soll man denn leben, wenn der Mensch der Unwissenheit bei jedem seiner Schritte in ihren verbrecherischsten Erscheinungen begegnet?’ Gewiss, die Menschheit hat sich schwere Ketten geschmiedet. Von der Wiege an hört der Mensch Lügengeschichten, die nichts mit der Wirklichkeit gemein haben. Solche Geschichten enthalten jedoch oftmals noch mehr Weisheit als die alltäglichen Klügeleien der Repräsentanten des öffentlichen Lebens. Es ist richtig, dass der Mensch unausbleiblich widerwärtigen Ungeheuern begegnen wird, doch schützt ihn der freie Wille vor Angst und führt ihn über solche Hindernisse hinweg. Psychische Freiheit ist der Zugang zur Überirdischen Welt. Man kann das gesamte irdische Leben umwandeln, indem man den freien Willen bekundet. Ein freier Mensch wird nicht mit Unwissenden streiten, sondern ihnen, ohne dass sie es merken, Barmherzigkeit erweisen. Eine solche großzügige Gabe ist auf dem Weg zur Überirdischen Welt hilfreich. Jeder wird auf diesem Weg vorankommen, und der freie Wille wird dabei ein guter Führer sein, nur, sorgt euch darum, dass der Wille auch wirklich frei ist. Der Denker warnte: ‘Verwandelt die lichte Gabe des freien Willens nicht in Wahnsinn.’