Bruderschaft II, § 763

Urusvati weiß, dass Freude wie ein seltener Vogel ist. Wenn er ans Fenster klopft, müsst ihr ihn hereinlassen können. Selbst die geringste Freude im Alltagsleben vermag die Ausstrahlungen des Menschen schon zu verändern. Man kann sich vorstellen, wie sehr das Wesen des Menschen sich bei Freude über die Höhere Welt erhellt. Es lassen sich durch Freude erzeugte wohltuende Chemismen entdecken. Krankheiten können durch Freude geheilt werden. Es ist an der Zeit, dass die Wissenschaft den Wert der Freude zu erforschen beginnt. Nicht selten wird von grundloser Freude gesprochen, was eine falsche Definition ist. Nichts kann grundlos sein. Die Fähigkeit, ferne Ursachen zu fühlen, kennzeichnet bereits ein hochstehendes, verfeinertes Bewusstsein. Es kann für Flüge des Denkens keine Grenzen geben, und so vermögen auch die Flügel der Freude aus der Überirdischen Welt herbeizustreben. Umso aufmerksamer muss man auf die im Herzen aufkommende Freude hören. Doch ist es notwendig, einigen Menschen zu erklären, dass Wir die reine Freude im Blick haben, Freude über das Gute, Freude über schöpferisches Tun. Anderenfalls werden alle, die sich in Schadenfreude ergehen, lachen und sich einbilden, ihre Ausstrahlungen würden dabei lichter werden. Schadenfreude erzeugt ein starkes Gift und stürzt den Menschen in Finsternis. Denkt nicht, Ich würde über abstrakte Grundlagen sprechen, Ich wiederhole nur die Gesetze der Biologie. Der Denker sprach zu denen, die nach Glück suchten: ‘Freude ist Glück.’

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