Bruderschaft II, § 758

Urusvati weiß, weshalb Wir oft an den Wert der Arbeit erinnern. Arbeit erzeugt Rhythmus. In der Arbeit tritt man mit überirdischen Schwingungen in Verbindung, weshalb eine hohe Arbeitsqualität so sehr von Bedeutung ist. Dabei hebt jeder Arbeiter seine Schwingungen und nähert sich dem Aufstieg. Man darf nicht besondere Arbeitsbereiche hervorheben, da man in jeder Arbeit hohe Anspannungen erreichen kann. Arbeit sollte rhythmisch sein und daher täglich durchgeführt werden. Für Arbeit darf man nicht erst irgendwelche besonderen Begeisterungssprünge erwarten. Das Gebet der Arbeit kann in jeder Stunde erklingen, in ihm erreicht der Mensch neue Vervollkommnung. Lasst uns Maschinenarbeit nicht ablehnen, wenngleich in angespannten Händen wahre Handwerkskunst zum Ausdruck kommt. Wer wird zwischen Handwerk und schöpferischer Arbeit eine Grenze ziehen wollen? Wahrlich, ein bewusster Arbeiter ist in seinem Bereich immer auch ein schöpferisch Tätiger. Glücklicherweise kann man jeden Bereich vervollkommnen. Dabei nimmt der Mensch unwillkürlich Berührung mit höheren Schwingungen und der Überirdischen Welt auf. Ein jeder Augenblick solcher Verbindung kann eine nützliche Entdeckung herbeiführen, wobei wohlwollende Zusammenarbeit unterstützend wirkt. Die Vervollkommnung der Arbeit ist eine sehr naheliegende Aufgabe. Nicht ferne Jahrhunderte, sondern künftige Jahre werden den Sieg der Arbeit offenbaren, und damit wird die segensreiche Schwingung der Neuen Epoche nahen. Vergessen wir nicht, dass man an der Grenze zur lichten Epoche Arbeit als ehrenvolle Aufgabe werten muss. Der Denker sprach: ‘Man kann die Arbeit ehren, doch muss man auch ihre hohe Bestimmung verstehen.’

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