Bruderschaft II, § 748

Urusvati weiß, dass das Schaffen des Guten die Pflicht des Menschen ist. Solches dem Wohl dienende Tun ist vielfältig. Man muss die Art seiner Einflussnahmen weise dem Bewusstsein entsprechend gestalten. Man muss das vertiefte Bewusstsein des Gesprächspartners verstehen, doch jeder ist fähig, Wissen in angemessener Form einzubringen. Vergessen wir nicht, welches die schlimmste Not der Menschheit ist – nicht physische Armut, sondern geistige Unwissenheit. Es herrscht die Überzeugung, nach dem irdischen Ende existiere nichts mehr, und leider verbreitet sich dieser Irrtum zunehmend. Die Religionen helfen wenig, da sie von unverständlichen Überlieferungen reden. Die Wissenschaft ist ebenfalls eine schwache Hilfe. Sie beeilt sich nicht aufzuzeigen, dass unanfechtbare wissenschaftliche Forschungsergebnisse die Überirdische Welt bestätigen. Die Wissenschaft weist nicht darauf hin, dass sich ein Mensch, von der Nichtexistenz nach dem irdischen Ende überzeugt, in der Feinstofflichen Welt in einer äußerst bedauernswerten Lage befindet. Sein Zustand wird schlimmer sein als der eines Anhängers auch der beschränktesten Religion. Er hat sein Bewusstsein selbst zur Verneinung erzogen, weshalb er sich beständig in einem unverständlichen und beängstigenden Trugbild befindet. Der Gedanke besitzt ein großes Beharrungsvermögen, in der Bestätigung wie in der Verneinung. Man kann sich vorstellen, wie bloßgestellt der Verneiner ist, wenn er in seiner gewohnten Denk- und Lebensweise in die Überirdische Welt eintritt. So wird jede Erklärung des Wesens der Überirdischen Welt eine wahrhaft gute Tat sein. Helft den Unwissenden, wo ihr könnt. Der Denker forderte die Schüler auf, immer die Überirdische Welt zu bestätigen.

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