Bruderschaft II, § 739

Urusvati weiß, dass sogar Worte von großer Bedeutung vergeblich ausgesprochen sind, wenn sie nicht von einer Sendung psychischer Energie begleitet werden. Solche toten Worte belasten nur den Raum. Die Menschen müssen verstehen, wie notwendig die von der psychischen Energie verliehene Kraft ist. Zu diesem Zweck ist im Verlauf vieler Jahrhunderte nicht ohne Grund von der Unerlässlichkeit des Glaubens gesprochen worden. Überzeugtheit verleiht der Rede Überzeugungskraft, doch muss man auch die Bedeutung der Überzeugtheit verstehen, weshalb Wir den Begriff des Befehls hinzufügen. Natürlich darf Befehl nicht im Sinne groben Beharrens verstanden werden, das die Gesprächsteilnehmer nur provozieren würde. Wir haben den inneren Befehl im Blick. Er verleiht den Worten Unanfechtbarkeit. Leider sind allzu oft böse Vorhaben von einem starken Willen begleitet und richten damit großen Schaden an. Dies bedeutet, dass man es lernen muss, den Befehl des Guten zu beherrschen. Die Menschen sind nicht oft dazu in der Lage, ihren Willen um des Guten willen anzuspannen. Niemand hat ihnen in der Kindheit gesagt, welch mächtige Waffe sie in sich haben können und wieviel überirdische Helfer ihr guter Befehl herbeizieht. Nur ungewöhnliche Bewusstseine verstehen die Bedeutung des Befehls. Sie lassen ihren Willen nicht zum Bösen abweichen. Solche Beispiele lassen sich aus verschiedenen Jahrhunderten anführen, und Wir nennen sie Fackeln der Menschheit. Sie handelten bewusst in Übereinstimmung mit der Überirdischen Welt und vermehrten damit ihre psychische Energie. Der Denker sprach: ‘Lernt es, den guten Befehl anzuwenden. Er vermehrt die Kräfte.’

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