Bruderschaft II, § 737

Urusvati weiß, dass zurzeit weltweiter Erschütterungen Erkenntnissuche und Verneinung in besonderer Weise in Erscheinung treten. Jedes hochstehende Wissen begegnet der Verneinung nicht allein seitens primitiver Unwissenheit, sondern auch seitens des auf Vorurteilen beruhenden Aberglaubens. Die Wissenschaft wird von diesen zwei Seiten unter Druck gesetzt. Man spricht vergeblich von der Freiheit der Wissenschaft, da sie durch mechanisches Wissen eingegrenzt ist. Alles, was die Überirdische Welt berührt, wird jedoch nicht weniger bedrängt, als dies im Mittelalter der Fall war. Vergessen wir nicht, dass nur sehr starke Geister frei denken können, weniger starke jedoch durch die Emanationen der Verneinung eingeengt werden. Diesen Umstand muss man bei Gesprächen über die Lage der Wissenschaft im Blick haben. Nun aber muss mit allen Kräften die Notwendigkeit bestätigt werden, die Wissenschaft zu befreien. Die besten Denker haben genug erlitten. Die Unwissenden bedachten sie genug mit Pfiffen und Verfluchungen. Es hat genug Spott für alles gegeben, was den Wilden unerreichbar ist. Möge die neue Ära sich durch wirkliche Befreiung der Wissenschaft auszeichnen. Glaubt nicht, dies sei eine allgemein bekannte Tatsache – es ist ein Klageruf in der Wüste. Die Menschen glauben nicht, dass die Zeit weltweiter Erschütterungen von besonderen Schwingungen erfüllt ist. Die Menschen sprechen über jegliche Art von Vitaminen, vergessen aber, dass der ethische Zustand weitaus wichtiger ist als die Einnahme von Medikamenten, die sich bei ungesunden ethischen Bedingungen ohnehin in Gifte wandeln. Es fällt Uns schwer, sehen zu müssen, wie einsame Denker unter den primitiven Unwissenden leiden. Sie haben sich eingeschlossen, um sich die Freiheit ihres Denkens zu wahren, doch könnten sie der Menschheit eine mächtige Hilfe erweisen, gerade jetzt, da die Erde erschaudert. Mögen sie die Kraft finden, diese Zeit zu überstehen, in der sich das finstere Zeitalter dem Ende zuneigt. Der Denker riet Seinen Schülern, die Freiheit des Wissens zu bestätigen, die Freiheit des Denkens zur Rettung der Welt.

‹ § 736 · Inhaltsverzeichnis · § 738 ›