Urusvati weiß, dass der Mensch sich der Überirdischen Welt weniger auf verstandesmäßigem Wege nähert, als vielmehr in Liebe. Die magnetische Kraft des Gefühls der Liebe ist groß, doch schätzt die Wissenschaft die Bedeutung solch eines Magneten leider nicht. Der liebende Mensch entspricht dem kosmischen Gesetz der Anziehung und nimmt so in bestimmtem Maße die diesem Gesetz eigenen Charakteristika selbst an. Der Mensch schärft seine Erkenntnisfähigkeit und vermag von Kühnheit erfüllt zu werden, die die Durchführung einer Heldentat unterstützt. Ebenfalls wird sichtbar, dass sich auch seine Gesundheit bessert, wenn er sein Gefühl zu hochstehendem Denken anspannt. Ein Irrtum ist es zu meinen, von der sogenannten Hysterie betroffene Menschen könnten mit der Überirdischen Welt besonders leicht Verbindung aufnehmen. Sie können in Mediumismus entarten, doch wünschen Wir andere Annäherungsweisen, gesunde und zweckmäßige. Ein vollkommener Weg zur Überirdischen Welt wird die Liebe sein. Ohne Liebe kann man sich unmöglich feinfühliger Erkenntnissuche widmen. Mit Lesen allein ist keine Annäherung erreichbar; notwendig ist eine Anspannung des Willens, doch kann ein solcher Wille nur aus Liebe entstehen. Desgleichen raten Wir dazu, sich nicht vom irdischen Leben zu entfremden, da es dem Menschen als Schlachtfeld gegeben ist. Nur im Leben kann man sich prüfen, und all diese Prüfungen werden schön sein, wenn die Kuppel der Liebe zur Überirdischen Welt über ihnen steht. Mögen die Kinder von klein auf an die Erkenntnis der Überirdischen Welt gewöhnt werden. Mögen Träume von höheren Erscheinungen im Denken des Kindes aufkeimen. Ein Arbeiter, der sich im irdischen Bereich überaus abmüht, kann seinen verborgenen Schatz in sich tragen und solche erhebenden Stunden lieben lernen. Der Denker riet Seinen Schülern, Träume über die Höhere Welt zu lieben. In solchen Stunden erneuere sich das Bewusstsein.