Bruderschaft II, § 735

Urusvati weiß, dass Heldentum der Ausdruck von Selbstaufopferung und flammendem Enthusiasmus ist. Während der Mensch eine Heldentat vollbringt, führt er seine Schwingungen auf eine höhere Stufe, befreit sich sogar von physischen Empfindungen und erfüllt sich mit feuriger Erkenntnis. Der Unwissende könnte fragen, wozu man in den Gesprächen über das Überirdische von Heldentum spreche. Der Unwissende versteht nicht, dass Bestrebung zum Überirdischen bereits eine Heldentat ist. Er weiß nicht, dass jeder Gedanke an das Überirdische bereits die Schwingungen verbessert und das Bewusstsein mit flammender Heldentat erfüllt. Wenn der Gedanke schwach ist, so wird auch die Folge nichtig sein, doch ein klarer, hingebungsvoller Gedanke schafft mächtige Wirkungen. Man muss es oftmals wiederholen, dass der Gedanke an das Überirdische heilsame Schwingungen schafft. Bald jedoch werden die Ärzte bei psychischem Ungleichgewicht dazu raten, sich in Gedanken dem Überirdischen zuzuwenden. Mögen die ersten Versuche auch noch primitiv sein und die Menschen die Wichtigkeit solcher Hinwendung noch nicht gänzlich erfassen, so wird doch schon das kleinste Quäntchen dieses Heilmittels nützliche Folgen zeitigen. Der Gedanke an das Überirdische ist ein Heilmittel. Es ist keine Übertreibung, dass die Menschen einen Talisman in sich tragen, doch muss man vor allem die mit dem Gedanken an das Überirdische verbundene Begeisterung erfühlen. Ohne Wanderstab schleppt sich ein Wanderer mühsam und stolpernd dahin. Doch von Oben kann ein sicherer Wanderstab verliehen werden; man muss ihn nur annehmen und damit den Aufstieg rüstig fortsetzen. Der Denker bat Seine Schüler, das Bergsteigen lieben zu lernen; es helfe, zum Himmel aufzuschauen.

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