Bruderschaft II, § 733

Urusvati weiß, dass ein Pfeil in sicherem Flug auch zu einem einzigen Ziel strebt. Vergleicht den Pfeil mit dem menschlichen Gedanken. Eine zitternde Hand vermag dem Pfeil keine klare Richtung zu geben, und auch ein schwankender Gedanke wird sein Ziel nicht erreichen. Vermeidet besonders Zwiespältigkeit des Denkens. Oftmals merken die Menschen es nicht, dass in ihrem Inneren ein Sturm von Gedanken tobt. Ihre Gedanken schwirren umher wie ein Schwarm von Insekten, und es ist nicht möglich zu unterscheiden, welcher von ihnen der bedeutungsvollste ist. Dieser Umstand ist überaus wichtig, und zukünftige empfindliche Apparate werden anzeigen können, wie schädlich verworrenes Denken ist. Es wäre besser, gar nicht zu denken, als eine Verwirrung in sich entstehen zu lassen, die dem Wahnsinn gleicht. Man könnte fragen, welche Maßnahmen Abhilfe schaffen können. Lasst uns jedoch nicht unter gewaltsamen Maßnahmen suchen. Besser ist es, dass jeder sich selbst beobachtet, um auf natürliche Weise sein Denken zu reinigen. Der Mensch ist fähig, eine Verwirrung seines Denkens zu bemerken; dann möge er sich darüber Rechenschaft ablegen, welcher der Gedanken für ihn notwendig ist. Zwar ist es nicht leicht, die am Grund des Bewusstseins wimmelnden Würmer aufzuspüren. Sie vermögen jeden beliebigen schönen Gedanken zu entstellen. Doch wenn der Mensch sich Mühe gibt, den ganzen Schaden zwiespältigen Denkens zu verstehen, so wird er beginnen, nach und nach die nicht notwendigen Gedankenimpulse auszusondern. Für das Nachdenken über die Überirdische Welt ist Klarheit des Denkens besonders notwendig. Man darf chemische Präparate nicht mit schmutzigen Händen berühren, ebensowenig darf man die hohen Chemismen der Überirdischen Welt beschmutzen. Mögen die Menschen in Reinheit über die Hohen Welten nachdenken. Der Denker riet, über das Überirdische in der Weise nachzudenken, als ob man persönlich an ihm teilhabe.

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