Bruderschaft II, § 732

Urusvati weiß, dass eine durch Liebe und Freude erreichte Erleuchtung wirksamer ist als eine durch Leid erlangte. Und dennoch weist man ständig darauf hin, dass gerade das Leid den Menschen reinige. Wie ist es möglich, dass der Mensch die stärkste Erleuchtung nicht zu nutzen vermag? Die Antwort ist einfach – das Leid wird vom Menschen in der grobstofflichen Welt ausgesät und dringt noch teilweise in die Feinstoffliche Welt ein. Reine Liebe und Freude jedoch leben in der Feurigen Welt und werden vom Menschen selten verstanden. Im Lauf der weiteren Evolution werden die Menschen jedoch erkennen, worin ihr Schatz besteht und werden sich diesem lichten Heilmittel zuwenden. Unter den neuen Erkenntnissen der Wissenschaft wird auch auf die mächtigen Gefühlsregungen der Liebe und der Freude hingewiesen werden. Möge sich die Menschheit Schritt für Schritt diesen lichten Bewegern annähern und verstehen, dass bereits jeder Gedanke an Freude ein Beginn der Heilung ist. Selbst inmitten von Unglück kann man Liebe und Mitgefühl offenbaren. Mögen diese Meilensteine dem ermüdeten Wanderer helfen. Mögen die Gelehrten aufzeigen, wie sehr der Rhythmus der Freude zu einer Flut von psychischer Energie führt. Möge die Wissenschaft aufzeigen, wie wichtig die Freude für die Gesundheit ist. Unwissende werden sagen, ein solcher Rat sei nicht lebensnah, da die Menschheit bereits an ihrem Leid zugrunde gehe. Nur Unwissenheit kann vorschlagen, sich lieber in Finsternis zu versenken, als sich auf die Suche nach dem Licht zu machen. Nur Unwissenheit kann behaupten, der Mensch werde es niemals lernen, Gedankenenergie anzuwenden. Zur Erneuerung des Lebens muss man mit Hingabe streben. Jeder ist fähig, über Heldentum, Freude und die Bedeutung der Liebe nachzudenken. Jeder kann über das herrliche überirdische Leben nachdenken. Diese heilsame Medizin ist für alle erreichbar und ihre Emanationen verbreiten sich in der gesamten Umgebung. Der Denker sprach: ‘Kummer ist vorübergehend, Freude ist unvergänglich. Liebt das Licht, liebt das Schöne.’ So lenkte der Denker Seine Schüler zur einfachsten Lösung hin.

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