Urusvati weiß, dass die Macht der Gefühle die psychische Energie in Bewegung setzt. Besonders stark ist die Liebe, doch fast ebenso stark ist der Hass. Man wird fragen, ob dies bedeute, dass man durchaus im Hass existieren könne. Man kann, doch ist dies nicht vorteilhaft. Der Hass erzeugt nicht nur Imperil und verkürzt das Leben durch Krankheiten, sondern die Hauptsache liegt in der entsetzlichen Bedeutung des Hasses in der Feinstofflichen Welt. Ihr wisst bereits, dass alle Gefühle und deren Folgen sich in der Feinstofflichen Welt verstärken. Stellen wir uns nun vor, wie schwer es dem Hassenden fallen wird, sich von verderblicher Furcht loszureißen. Er gerät nicht nur in den Umkreis des Bösen, sondern sein ganzes Wesen wird vom Gift des Bösen erfüllt. Er leidet, da er selbst diese Qual hervorgerufen hat. So sagen Wir – es ist vorteilhaft, im Guten und in der Liebe zu leben. Ein solcher Zustand verstärkt sich in der Feinstofflichen Welt und wird zu einer Quelle des Glücks. Vieles wird demjenigen Menschen zugänglich, der das Gute verstanden hat. Er vermag die Schwingungen der Höheren Welten wahrzunehmen, er wird die Sphärenmusik vernehmen können, er wird auf den Stufen der Harmonie und Schönheit emporsteigen. So haben diejenigen Philosophen Recht, die bestätigen, dass die Schönheit das Gute sei und das Gute schön. Natürlich halten viele solche Formeln für abstrakt und unanwendbar im irdischen Leben. Doch müssen diese Verneiner noch viele Male die Bedingungen der Feinstofflichen Welt erfahren, um in ihrem Bewusstsein die Wahrheit zu festigen. Man kann diejenigen bedauern, die, des Lesens und Schreibens kundig, sich einbilden, damit bereits die Lehre des Lebens erfasst zu haben. Lasst uns Nichtwissen nicht verurteilen, streng jedoch die Unwissenheit. Man muss verstehen, wo die Grenze zwischen Nichtwissen und Unwissenheit liegt. Das eine ist heilbar, während die andere oftmals schon nicht mehr in einem Leben zu bessern ist. Unwissenheit ist immer dünkelhaft und wichtigtuerisch. So lässt sich an alltäglichen Zeichen das Wesen des Menschen wahrnehmen. Der Denker sprach: ‘Nichtwissen ist verzeihlich, doch Unwissenheit taugt für die Zusammenarbeit nicht.’