Bruderschaft II, § 715

Urusvati weiß, dass selbst eine geringe Zufügung eines Fremdstoffes eine chemische Verbindung verändert. Ein Gift kann sich zu einer heilsamen Substanz umwandeln und umgekehrt. Dieses sehr einfache Beispiel muss man den Menschen vorführen, die den Gedanken nicht zulassen, dass die Gegenwart oder Abwesenheit eines einzigen Menschen sich auf große Ereignisse auszuwirken vermag. Die Unwissenden sagen: ‘Kann denn ein einziger Tatmensch auf den Verlauf der Verhältnisse Einfluss nehmen?’ Die Unwissenden wollen nicht erkennen, dass Wir weniger die physische Anwesenheit eines Menschen als vielmehr seine psychische Einwirkung im Sinn haben. Es lassen sich viele Beispiele dafür anführen, dass eine einzige Person äußerst nützliche Entscheidungen herbeiführte. Ebenso lässt sich darauf verweisen, dass ganze Länder ihre Wohltäter vertrieben und damit einen überaus schweren Weg wählten. Es ist kein Märchen, dass die Aura gewisser Menschen von enormer Bedeutung ist. Sie kann eine äußerst giftige Verbindung in ein Heilmittel verwandeln, doch die Unwissenden lassen eine solche wissenschaftliche Überlegung nicht zu. Sie ziehen es vor, den bittersten Kelch zu lehren, nur um keine vernünftige Überlegung zuzulassen. Es herrscht in der Welt um solcher Unwissenheit willen viel Unglück! Die Überirdische Welt kann solchen Unwissenden nicht erscheinen, die ihr eigenes Verderben vorziehen, nur um das Denken der Menschheit nicht zu befreien. Regenten haben viele der besten Aufschwünge des Denkens unterdrückt. Man darf die Evolution nicht derart martern! Die Überirdische Welt klopft im Bewusstsein an, doch muss die Unwissenheit groß sein, um einer natürlichen Erkenntnis derart zu widerstreben. Der Denker sprach: ‘Wer die Freiheit des Denkens vertreibt, bereitet sich einen entsetzlichen Weg.’

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