Urusvati weiß, dass auch bei klarstem Denken bestimmte unerwartete Gedanken eindringen können. Bei angespanntem Denken können sie jedoch nicht aus der Tiefe des Bewusstseins kommen. Gewiss sind solche Erscheinungen der beste Beweis für räumliche Sendungen. Glaubt nicht, dass solches Eindringen eine Unvollkommenheit des Denkens zeige. Die Botschaften können eiliger Natur sein und sowohl von hochstehender als auch ganz alltäglicher Art. Das letztere weist auf einen Zusammenklang der Schwingungen zwischen Personen hin. Jeder erfahrene Beobachter weiß, dass es einander ähnliche Schwingungen sowohl bei hohen, weitgefassten Gedanken als auch bei einfachen, alltäglichen Gedanken geben kann. Wenn also räumliche Gedanken eindringen, muss man ihnen aufmerksam zuhören. Es mag sein, dass jemand um Hilfe bittet oder ein nützlicher Rat gesandt wird, woraus sich neue überirdische Zusammenarbeit bilden kann. Große Folgen entstehen aus kleinen Funken. Feinfühligste Zusammenarbeit wird nicht durch Nötigung, sondern durch Freude gewoben. Was würde aus Unserer Arbeit ohne freiwillige Zusammenarbeit werden? Ein einsamer Tatmensch kann nicht in allen Welten erfolgreich voranschreiten. Es ist schön, wenn ein Freund, ohne gerufen worden zu sein, zu Hilfe herbeieilt und eine dringende Arbeit mit weiterführt. Urusvati erinnert sich, dass Schwester O. ärztliche Hilfe erwies. Niemand hatte sie gebeten oder dazu veranlasst, doch wahre Zusammenarbeit ist hundertäugig und hundertarmig. Wer über das Überirdische nachdenken kann, wird auch die Bedeutung feinfühligster Zusammenarbeit verstehen. Wozu hat man ganze Jahrzehnte über Zusammenarbeit geredet, wenn der erste nichterfasste Umstand die zarte Zusammenarbeit wieder zerstören kann? Wozu hat man die Worte gelesen, wenn das erste Schwanken gleich in Zweifel übergeht? Man muss es erfühlen, wie sehr gerade die Erkenntnis des Überirdischen zu besonnener Zusammenarbeit verpflichtet. Wir sind bereit zu wiederholen, da Wir den Raum sättigen, doch mögen Abtrünnige darüber nachdenken, ob ihr Tun zweckmäßig ist. Der Denker fragte, als ihn ein Schüler verließ, die übrigen, ob sie sich nicht zu dem Fortgehenden gesellen wollten: ‘Möge die Spreu vom Weizen getrennt werden.’