Bruderschaft II, § 668

Urusvati weiß, dass das Gedankenschaffen unzerstörbar ist. Es hängt von vielen Bedingungen ab, verwirklicht sich jedoch auch in der grobstofflichen Welt. Wir erinnern daran, da manche darüber in Verwirrung geraten sind, dass sich in Unseren Archiven viele unausgeführte Vorschläge befinden. In dem Gesagten liegt kein Widerspruch. Wenn eine Aufgabe heute nicht verwirklicht wurde, heißt dies nicht, dass sie nicht morgen sogar in viel besserer Weise Anwendung finden kann. So sind die Menschen nach wie vor nicht in der Lage, vergleichende Gegenüberstellungen vorzunehmen. Es lässt sich auf viele Beispiele verweisen, da die Menschen sich selbst eingrenzten, der Gedanke jedoch schon eine grobstoffliche Folge erzeugt hatte. Erneut berühren wir die Frage des Vertrauens, es ist wie ein Zement, das einen feinstofflichen Aufbau mit seiner grobstofflichen Verkörperung vereint. Man muss die ethischen Grundlagen als überaus praktische, verwirklichbare Lösungsvorschläge erkennen. Weisheit ist nichts Märchenhaftes, sondern entsteht vor allem durch Vertrauen, das einen auch vor dem Schwanken bewahrt. Auch Zielgerichtetheit entsteht aus der Anwendung höchster ethischer Maßstäbe. Nur so ist es möglich, vergleichende Gegenüberstellungen zu begreifen. Nicht ohne Grund erkannte Buddha Seine Schüler an der unterschiedlichen Ausprägung dieser Gabe der Aufnahmefähigkeit. Der Denker lehrte: ‘Es ist unmöglich, nur in einer einzigen Richtung den Pfad entlangzugehen; man muss auch nach Haus zurückkehren können.’

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