Bruderschaft II, § 667

Urusvati weiß, dass die Großen Lehrer der Menschheit grausamen Verfolgungen ausgesetzt waren. Diese Wahrheit ist den Menschen in solchem Maß bekannt, dass sie sich ihrer nicht erinnern wollen. Gleichzeitig sind sie jedoch bereit, mit jedem Träger des Guten ebenso zu verfahren. Überdies ertragen sie es nicht, daran erinnert zu werden, dass die von ihnen Verfolgten eben diese Verfolgung in Freude aufnahmen, geradezu als sei sie eine Bestätigung ihrer Heldentat. So können Wir auch auf einen Großen Tatmenschen hinweisen, den Wir den Unvergleichlichen Sänger nennen. Diese Bezeichnung kommt Ihm zu, da Er als erster auf die Macht des Tones hinwies. Natürlich legten die Menschen dies später falsch aus. Man muss darauf hinweisen, dass Er die Bedeutung der Einigkeit verstand. Er erklärte jede Zwistigkeit als Folge von Unwissenheit. Seine Arbeit am Begriff der Einheit und Einigkeit hinderte Ihn jedoch nicht, die Rüstung anzulegen, als Gefahr für die Menschheit aufkam. Viele verstehen nicht, warum der genannte Sänger sich ebenfalls als Krieger erweisen konnte. Auf solche Weise tragen die Menschen überall Begrenzungen hinein. Doch der Mensch ist ein vollkommener Mikrokosmos; er trägt auch Blitze in sich, für den Fall, dass eine Entladung räumlicher Spannung erforderlich sein sollte. Man darf sich nicht verkleinern, wenn das Leben eine aktive Heldentat erfordert. So lässt sich verfolgen, wie große Tatmenschen die unterschiedlichsten Eigenschaften in sich aufzunehmen vermochten. Leider haben die Menschen die inneren Beweggründe der Helden nicht bemerkt, wodurch die Taten oftmals als einseitig erschienen und sogar Verurteilung hervorriefen. Der Denker sprach: ‘Ich bin kein Krieger gewesen, doch wenn die Posaune mich ruft, werde ich in mir auch die Kraft finden, der Welt zu helfen.’

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