Urusvati weiß, wie der Weg der Vorausbestimmung verläuft. Die Technik der Prognose kann mit einem Boot verglichen werden, das steinige Stromschnellen durchfahren muss. Das Boot muss eine bestimmte Richtung einnehmen und die Last an ihren Bestimmungsort bringen. Die Richtung der Stromschnellen ändert sich jedoch ständig, und gefährliche Steine kommen immer wieder in den Weg. Der Steuermann muss während der Fahrt die am wenigsten gefährliche Strömung erfühlen. Die Uferbewohner freuen sich und denken, das Boot strebe lustig seinem Bestimmungsort entgegen. Sie sagen: ‘Der Steuermann kennt den Weg.’ Sie sehen aber nicht, wieviele Gefahren bereits mit einer einzigen Ruderbewegung umgangen werden. Der Steuermann darf in keine stille Seitenbucht einbiegen, da er von dort nicht mehr in die Strömung zurückfindet. Vieles muss geopfert werden, nur um nicht die richtige Richtung zu verlieren. Wasserspritzer vermischen sich mit Schweißtropfen, doch für die Zuschauer ist dieser Kampf nicht mehr als ein lustiges Treiben. So ist es auch mit den Vorausbestimmungen. Nur wenige verstehen die ganze Schwingung der Anspannung. Jeder möchte seine Gewohnheit zur Vorschrift machen und die Anlegestelle auf seine eigene Weise festsetzen. Wenn er die Gefahren nicht sieht, heißt es für ihn, dass es sie auch nicht gibt. Er strickt sich seine eingebildeten Umstände zurecht und versteht nicht, welche Gefahren er damit heraufbeschwört. So versuchen die Zuschauer auch oft, den Steuermann zu verwirren. Doch je gefährlicher der Ort des Geschehens ist, desto behutsamer müssen sich die Zuschauer verhalten. Wahrlich, nur sehr wenige vermögen Prognosen in vernünftiger Weise, abseits von Selbsttäuschung, zu verstehen. Man kann von einer Vielzahl Lichtstrahlen lesen, die von jedem Organismus abgegeben werden. So ist es auch. Dies ist nicht neu, doch jede solcher Überlegungen sollte auch auf gewisse Schlussfolgerungen stoßen. Die Wege von Gedankensendungen sind aufgrund unzähliger benachbarter Ausstrahlungen sehr gewunden. Auch die Schwingungen der Verbindungen sind sehr angespannt. Urusvati hat die Dringlichkeit richtig bemerkt, zu den bereits aufgezeigten Themen zurückzukehren. Es handelt sich jedoch nicht um eine Wiederholung, sondern es vollzieht sich eine fortschreitende Erweiterung des Bewusstseins. Man kann sehen, wie innerhalb kürzester Abstände eine neue Prognose erfolgt. Es darf nicht erstaunen, dass die Vorausbestimmungen bei aller scheinbaren Verschiedenartigkeit innerlich doch verbunden sind. Gerade jetzt, bei den weltweit sich vollziehenden Ereignissen, lässt sich eine äußerliche Verschiedenartigkeit bei innerer Verbindung bemerken. Man muss verstehen, dass das Boot über gefährliche Stromschnellen getragen wird, seine Bestimmung fest ist, doch viele Klippen umfahren werden müssen. Dies wird keine Abweichung vom Wege sein, sondern kluge Zielgerichtetheit. Wir sagen dies nicht in Untätigkeit, sondern inmitten angespannter Bestrebung – eine weitere Seite Unseres inneren Lebens. Der Denker sprach: ‘Ich kann mir einen Steuermann in reißender Strömung gut vorstellen. Die Sonne strahlt, ringsherum völlige Stille, doch in seinem Herzen spüre ich den Sturm.’