Urusvati weiß, dass Heldentum vielgestaltig ist. Man sagt, die Umstände machten jemanden zu einem Helden, doch ist es besser zu sagen, dass die Umstände den Helden erwecken. Viele verstehen diese Erscheinung überhaupt nicht, andere jedoch wissen von dem ihnen Vorbestimmten und tragen die Aufgabe von frühen Jahren an in sich. Einige spüren, dass sie etwas vollbringen müssen, doch das Bewusstsein trug noch keine klare Weisung an sie heran. Gerade für diese, die von ihrer Natur her das Heldentum in sich tragen, werden die Umstände der Schlüssel sein. Diese lassen tiefliegende Saiten erklingen und tragen die Ausführung der Heldentat herbei. Die heutigen Menschen sprechen nicht gern von Helden und Heldentaten. Wenn die Geschichte von Heldentaten erzählt, zucken sie mit den Schultern und sagen: ‘Uns ist es nicht gegeben, eine Heldentat zu vollbringen.’ Darf man aber seine Unwissenheit derart offen bekunden?! Jede Epoche räumt dem Heldentum einen Platz ein, vom Familienleben bis zu weltweiten Angelegenheiten. Man muss über die Grenzen des Alltagslebens hinaus auf die Belange des Gemeinwohls blicken können. Es tritt eine Vielzahl bedeutsamster Möglichkeiten auf, mögen die Menschen sich nur nicht vor dem Wort Heldentat schämen. Man könnte die aufschlussreiche, vergleichende Beobachtung anstellen, in welchem Volk das Wort Heldentum öfter verwendet wird. Bitten wir die Kleinen, Helden zu nennen, sie werden nicht in Verlegenheit geraten. Möge es ihnen gelingen, auch in der Zukunft ebenso feinfühlig die geliebten Helden zu bekunden. In Indien gab es ein Spiel, bei dem man die allergrößten Heldentaten nennen musste. Ein kleiner Junge nannte Krishna. Man begann, ihm Vorwürfe zu machen und sagte, Krishna sei ein Gott. Doch der Junge bestand darauf, dass Krishna vor allem ein Held sei, da er zum Nutzen des Volkes gearbeitet habe. Er wies auch darauf hin, dass Krishna die Sprache der Tiere kenne. Darauf sagte man ihm, Krishna habe mit wilden Raubtieren gespielt und sie verzaubert. Der Junge beharrte darauf, dass gerade dies bedeute, Krishna habe auch die Sprache der Tiere gekannt. Der Denker erinnerte wiederholt an den Mythos von Orpheus und wies darauf hin, dass Orpheus ein Mensch gewesen sei.