Bruderschaft II, § 66

Urusvati hat richtig bemerkt, dass bei der Mehrheit der zu Uns Strebenden das Interesse nachlässt, wenn sie von Unseren Arbeiten erfahren. Doch Wir überreden niemanden. Offensichtlich wird ein zuverlässiger Mitarbeiter nur derjenige sein, der auf karmische Weise an den Großen Dienst herangeführt wird. Man darf die Liebe zur Arbeit nicht erzwingen wollen. Jede Gewaltanwendung in dieser Richtung erzeugt nur Widerwillen. Der Anklopfende sollte angehört werden, doch wird es nicht weise sein, Marktbummler zu sammeln. Jeder hat beobachten können, dass Freunde sich auf ungewöhnlichen Wegen einander nähern. Weder geburtsrechtliche noch rassische Begriffe haben hier eine Bedeutung. Besonders muss man verstehen, dass Wir keine Quantität erwarten – und wir sind auch nicht zahlreich. Doch solch eine enge Zusammenarbeit ist ungewöhnlich und kostbar. Kann doch jenseits irdischer Zusammenarbeit die Teilnahme der Feinstofflichen Welt herbeigerufen werden. Für gewisse Einflussnahmen sind solche Mitarbeiter sehr nutzbringend. Sie haben nichts mit jenen Hüllen gemein, die auf spiritistischen Sitzungen erscheinen und die Kräfte der Teilnehmer aussaugen. Mit solchen Hüllen kann man unmöglich irgendetwas Nützliches aufbauen. Gewiss kann bisweilen ein harmonischer Zusammenklang der Anwesenden die Möglichkeit bieten, dass ein höherentwickelter Geist auftritt, doch eine solche Harmonie ist sehr selten und erfordert große Gewöhnung aneinander. Unsere Zusammenarbeit mit den höheren Sphären der Feinstofflichen Welt hat eine andere Aufgabe. Flammarion ist Uns nützlich, und Markon wird es sein, da sie beide die Kräfte der Feinstofflichen Welt in besonnener Weise anwenden können, auf der Erde arbeiten konnten und das Dienen verstanden. Die Bewohner der höchsten Sphären können sich leicht materialisieren, ebenso wie Erdbewohner höchster Auslese leicht die Feinstoffliche Welt aufsuchen können. Urusvati hat wiederum vom Kummer der Schwester O. gehört. Man darf wahrhaftig nicht in Entsetzen geraten, wenn der irdische Zerfall nie dagewesene Ausmaße erreicht. Solche Prozesse am Ende des finsteren Zeitalters können nicht per Erlass aus der Welt geschaffen werden. Sie müssen ausgelebt werden, und der durch ihre Wirbel an die Oberfläche gebrachte Unrat muss sich einem Umarbeitungsprozess unterziehen. Es ist nicht leicht, wenn so viel Unrat unschädlich gemacht werden muss. Möge die Spreu vom Weizen getrennt werden! Wir bestätigen, dass die Sorge um jedes Korn groß ist. Die Erscheinung untauglicher Elemente ist zur Endperiode eines Zeitalters gewöhnlich sehr weitreichend. Das Harmagedon in seinem stürmischsten Stadium bedeutet die Befreiung vom Unrat. Der Fürst der Erde sieht es jedoch anders; er schätzt den Unrat und hofft, ihn vermehren zu können. Es gibt Hausherren, die ihr Haus nicht gern reinigen, und so enden die entstandenen Aufspeicherungen meist in einer Feuersbrunst. Wer also die Arbeit fürchtet, möge Unsere Existenz vergessen.

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