Urusvati hat nicht nur einmal fremde Schmerzen auf sich genommen. Solch eine Bereitschaft entwickelt sich als Teil des Großen Dienens. Anfangs sind die Schmerzen überaus schwer zu ertragen, doch später wird solche Übernahme und solche Selbstaufopferung wie zu einer zweiten Natur. Die Ärzte sollten nicht nur die Übertragung von Empfindungsfähigkeit, sondern auch die Übertragung von Krankheiten mit allen Symptomen erforschen. Dabei können solche Symptome sehr kompliziert sein. Kann sich doch die Krankheitserscheinung aus verschiedenen Quellen gleichzeitig verstärken. Zudem kann die Übernahme eines Schmerzes sich noch durch eine persönliche Veranlagung verstärken. Zunächst bleibt die Übernahme von Krankheiten auf die nächste Umgebung beschränkt, doch später weitet sich solch eine Selbstaufopferung auf sehr weite Entfernungen hin aus. Man wundere sich nicht, dass Unsere umfangreichen Verbindungen auch vielfältige Schmerzen mit sich bringen; der Mensch jedoch gewöhnt sich an jeden beliebigen Zustand. Wenn Wir daher zur Behutsamkeit raten, sehen Wir die Möglichkeit einer Ausweitung der Schmerzen voraus. Indessen bedürfte die Menschheit normalerweise keiner Schmerzen. Solch ein naturwidriger Zustand ist die Widerspiegelung eines fehlgerichteten Lebens. Mitunter möchte man die Menschen bitten: Belastet Unsere Arbeit nicht mit solchen Sendungen. Fallt Unseren Mitarbeitern, die in hohem Maße sowohl physischen als auch geistigen Schmerz auf sich nehmen, nicht zur Last. Die Mehrheit der Menschen ruft bei Krankheit laut nach Hilfe, während sie sich tags zuvor die Komplikationen selbst geschaffen hat. Man kann die Ärzte nur bitten, den Ursachen der Erkrankungen nachzugehen, um sie von Anfang an zu unterbinden. Viele Krankheiten sind nicht nur physisch, sondern auch geistig ansteckend. Man kann sehen, dass die geringste Ansteckung oft am Anfang steht und sich dadurch die Übertragung eines Schmerzes verstärkt. Man kann von ungewöhnlichen Schmerzen bei bemerkenswerten Personen lesen; es handelt sich hierbei nicht allein um heilige Schmerzen, sondern auch um eine Übernahme fremden Leidens auf sich selbst. In Bezug auf Unsere Wohnstatt lässt sich sagen, dass es dort keine Krankheiten gibt, Leid jedoch zur Genüge. Dies ist bei der Fürsorge für die Menschheit unvermeidlich.