Urusvati weiß, dass einige unschlüssig darüber sind, weshalb in einer neuen Lehre bereits seit langem Bekanntes zu finden ist. Das Neue besteht vor allem aus neuen Verbindungen von Elementen, unter denen sich auch bekannte antreffen lassen werden. Man kann sich nur darüber freuen, wenn die Menschen eine ethische Grundlage wiederentdecken, die bereits Fundament ihres Lebens war. Handelte es sich jedoch um echte Grundlagen oder nur um Buchstabengeplapper? Wenn es so war, dann ist es an der Zeit, diese Trugbilder in Wirklichkeit zu verwandeln. Nur dann kann man die neuen Verbindungen verstehen. Jeder hat Sterne gesehen, doch hat er sie mit einer Vorstellung von Unbegrenztheit verbinden können? Oft entdecken Wir, dass die heutige Art der Himmelsbetrachtung sich wenig von den Vorstellungen der Alten unterscheidet. So werden auch sämtliche erhabenen Chemismen ohne richtiggehendes Nachdenken über das Überirdische nicht ihre volle Bedeutung erhalten. Auch die Bedeutung des Gedankens wird ohne ein Verständnis der feinstofflichen Energien nicht erkannt werden. Natürlich, das Wort ‘Gedanke’ existiert seit langem, doch muss man über sein Wesen nachdenken. Man kann die wahre Bedeutung des Neuen nur verstehen, wenn man frühere Wissensgehalte mit dem Neuerworbenen vergleicht. Wer wird darauf beharren, seine früheren Vorstellungen seien weitergefasst gewesen als die neuen? Es ist nicht leicht, frühere Vorstellungen mit dem neuen Bewusstsein in Einklang zu bringen. Gewöhnlich vergisst der Mensch seinen früheren Bewusstseinszustand, und es scheint ihm nun, dass er bereits vieles wusste, was er dennoch nicht begriff. Es ist nützlich, über das neue Bewusstsein nachzudenken. Wir sagten, dass es mitunter aufschlussreich sei, einen längst vergessenen Ort wieder einmal aufzusuchen, um zu spüren, wie wenig die alte Vorstellung den neuen Anschauungen entspricht. Der Denker sprach: ‘Torhüter, öffne schnell! Torhüter, ich kenne Dich nicht, doch ich weiß, weshalb dieses Tor geöffnet werden muss.’