Urusvati weiß, dass viele veraltete Begriffe nicht mehr verwendet werden sollten. Sie haben nicht nur ihren ursprünglichen Sinn verloren, sondern führen die Menschen auch in Irrtümer hinein. Einer dieser Begriffe, den man künftig entfallen lassen sollte, ist derjenige des Okkultismus. Die Geschichte selbst beweist, wie bedingt er im Mittelalter aufkam. Besonders jetzt aber klingt er sinnlos. Die Wissenschaft erobert Schritt für Schritt neue Bereiche, und der Begriff – Geheimens Wissen – klingt bereits wie eine Provokation. Die Erkenntnisgewinnung schreitet eilig voran, und die Scheiterhaufen der Inquisition gehören bereits der Vergangenheit an. Zudem erscheinen die sogenannten Okkultisten meistens als lächerlich. Sie bilden sich irgendwelche geheimen Entdeckungen ein, doch bei dem ersten unverständlichen Geschehnis laufen sie ängstlich davon. Mögen echte, aufrichtige Forscher den Platz der eitlen Okkultisten einnehmen. Möge auch der Bereich der feinstofflichen Energien von Gelehrten erforscht werden. Wenn man in den Universitäten beginnt, den feinstofflichen Energien Aufmerksamkeit zu widmen, so sind keine Beinamen erforderlich, die nur Verwirrung stiften. Ebenso veraltet ist der Begriff der Metaphysik. Die gesamte Natur, von ihren niedersten bis zu den höchsten Erscheinungen, gehört dem Bereich der Physik an. Man darf unmöglich dort Trennungen und Gegensätze einführen, wo eine einzige, unteilbare Grundlage herrscht. Auch die Metaphysik hat sich während der Zeit der geheimen Alchemie ausgebildet. Damals waren die Forscher leider gezwungen, sich vor den Angriffen von Unwissenheit und Scheinheiligkeit zu verbergen. Nun aber besteht keine Notwendigkeit mehr, die Wissenschaft in den Keller zu verbannen. Der Denker sprach: ‘Arzt, eile dorthin, wo die Gesundheit in Gefahr ist. Warte nicht erst auf den Ruf, sondern eile schon selbst. Auch du, Erbauer von Brücken, baue sie dort, wo das Volk ihrer besonders bedarf.’