Urusvati weiß, dass die wissenschaftliche Forschung der nächsten Zukunft sich den Drüsen und ihrer Tätigkeit widmen sollte. Die Menschen haben zwar noch nicht einmal genügend Kenntnisse über die Tätigkeit des Herzens und der Nervenzentren, doch besteht die dringende Notwendigkeit, das Leben der Drüsen zu studieren. Noch vor kurzem brachte man ihnen dermaßen wenig Aufmerksamkeit entgegen, so dass man sie eiligst entfernte, ohne sich zu fragen, weshalb denn der gesamte Organismus von einem ganzen System von Drüsen durchzogen ist. Inzwischen bekundet man eine gewisse Vorsicht bei der Entfernung von Drüsen, doch ihre lebenswichtige Aufgabe ist bisher nicht klargelegt. Indessen besitzen die Drüsen in der Verbindung mit der Feinstofflichen Welt eine überaus tiefe Bedeutung. Sämtliche Absonderungen der Drüsen unterstützen den Verkehr mit der Feinstofflichen Welt. Wesen der Feinstofflichen Welt machen sich die Drüsenabsonderungen nicht nur für Materialisationen zunutze, sondern ernähren sich auch von Drüsensubstanzen. So werden die Gelehrten bei der Erforschung der Drüsen unerwartet auf die Verbindung mit der Feinstofflichen Welt stoßen. Es ist nicht leicht, die Drüsenabsonderungen zu beobachten, da sie vielfältig sind und keinen irdischen Maßstäben unterliegen. Doch selbst die schwersten Aufgaben müssen gelöst werden. Man muss nicht nur Physiologen und Biologen, sondern auch Ärzte hinzuziehen. Solche Beobachtungen müssen nicht allein in Krankenhäusern, sondern auch an Gesunden, die eine feinfühlige Natur besitzen, durchgeführt werden. Bestimmte Beobachtungen bei einer sich ergebenden Krankheit sollten daher begrenzt werden, da sich Erscheinungsformen daraus auf das ganze Leben auswirken, weshalb nur ein wahrer Gelehrter diese eigenartigen Auswirkungen bemerken kann. Darum lenken Wir die Beobachtung auf die Alltagserscheinungen. Wir sagen: ‘Wartet nicht auf irgendeine in Erstaunen setzende Offenbarung, sondern beobachtet aufmerksam den Alltag, der mit sogenannten Wundern ausgefüllt ist.’ Der Denker lehrte die Schüler, die Alltagserscheinungen zu beobachten. Er sagte: ‘Wir sind von den verblüffendsten Wundern umgeben, doch wollen wir sie nicht bemerken.’