Urusvati weiß, dass viele Unsere wiederholten Weisungen über die Ruhe nicht verstehen. Ihr Irrtum geht so weit zu denken, Wir wiesen auf Untätigkeit hin. Wir sprechen jedoch niemals über Untätigkeit, und der Hinweis auf die Ruhe hat die innere Ruhe im Sinne. Leider ist sie schwer erreichbar. Mitunter meint der Mensch, er sei ruhig, doch in seinem Inneren rumort ein wahrer Vulkan. Solcher Zustand des Nervensystems kann eine extreme Erschöpfung zeitigen. Wird es denn ein Widerspruch sein, wenn Wir von Scharfsicht und Wachsamkeit sprechen und gleichzeitig auf irgendeiner inneren Ruhe bestehen? In diesen Begriffen liegt jedoch kein Widerspruch, sondern voller Zusammenklang. Die Wacht wird erfolgreich sein, wenn sie mit Ruhe vereint ist. So muss der Mensch verstehen, dass die Mehrzahl der Umstände, die Beunruhigung schaffen, bereits in die Vergangenheit entschwunden ist. Wir aber schlagen vor, in die Zukunft zu streben. Bei solchem Streben wird der Mensch in feinen Zusammenklängen schwingen und braucht sich nicht zu beunruhigen. Nur von den Türmen aus kann man weit sehen und verstehen, wie wertvoll die Zukunft ist. Man kann von einer angeblichen Notwendigkeit der Gegenwart lesen, und es existieren ganze Theorien darüber, dass man nur in der Gegenwart leben solle. Mögen diese Philosophen aber begreifen, dass die Gegenwart nicht existiert. Diese Mahnung muss wiederholt werden, da die Menschen anderenfalls nicht in der Zukunft leben wollen. Der Denker sprach: ‘Wir können uns der Vergangenheit erinnern und uns auf die Zukunft vorbereiten, doch die Gegenwart ist unendlich klein und unfassbar.’