Urusvati weiß, auf welch wunderschöne Weise sich das Bewusstsein eines denkenden Menschen augenblicklich wandelt, wenn er in die Überirdische Welt übergeht. Die Bedeutung der Lebensereignisse wird nun offenbar; die einen erscheinen nun größer, die anderen kleiner. Die wichtigsten Alltagserrungenschaften erweisen sich als nichtig, doch alles von Selbstaufopferung und Dienst an der Menschheit Bestimmte erreicht strahlende Dimensionen. Freude lebt gerade in diesen intensiven Erlebnissen, doch die vergänglichen irdischen Auszeichnungen verwandeln sich zu Kehricht. Der Mensch erreicht die Grenzen von Denkbereichen, denen er vorher keine Bedeutung beimaß. Gewöhnlich hat er kostbare Errungenschaften vergessen und sich in den Lärm des Marktlebens sinken lassen. Nehmt dies nicht für eine moralische Belehrung. Wir wollen nur an die Wirklichkeit erinnern, die auf den verschiedenen Stufen des Aufstieges Wandlungen unterworfen ist. Einige kehren nicht mehr zu prunkvollen Verkörperungen zurück, sondern stellen sich ihr irdisches Dasein lieber sehr bescheiden und sehr schwer vor. Stärkste Bestrebung kam immer in viel Arbeit und Mühen zum Ausdruck; so vollzieht sich eine Umbewertung des irdischen Aufenthaltes. Auch ihr könnt euch mitunter an äußerst kurze Begegnungen erinnern, in denen eine Art Stromstoß erfolgte. Solche Funken können bedeutsam sein, und man erinnert sich ihrer gern mit Dankbarkeit. Wer kann denn behaupten, diese Begegnungen seien zufällig gewesen? Vielleicht war es ein alter Freund, der gekommen ist! Der Denker sprach: ‘Da ruft ihr ‘Platon, Platon’, und vielleicht ist sein Name ein ganz anderer.’