Bruderschaft II, § 592

Urusvati weiß, dass der finsterste Aberglaube der Aberglaube der Verneiner ist. Sie lehnen den natürlichen Erkenntnisprozess ab. Sie vergewaltigen die Wissenschaft, indem sie sie eigenmächtig begrenzen. Sie handeln ohne Beweise, da ihre verlogenen Überzeugungen jeder Grundlage entbehren. Sie bezeichnen sich als Gelehrte, vergessen dabei jedoch das Prinzip der Wissenschaft. Sie bezeichnen alle anderen als Fanatiker, stecken aber gerade selbst tief im Fanatismus. Sie beharren auf der Unbewohntheit der Welten, können ihre Schlussfolgerungen jedoch nicht begründen. Unter dem Einfluss von Aberglaube schreitet die Wissenschaft auf einem von Lüge bestimmten Weg. Die Abergläubischen wollen nicht bemerken, dass wahre Gelehrte die Entwicklung des Bewusstseins voranbringen. Die energetischen Grundlagen sind den Abergläubischen verhasst, da die Menschen sich nur auf diesem experimentellen Weg einem Verständnis des Überirdischen annähern werden. Die Abergläubischen fürchten besonders solche unbestreitbaren Beweise. Für sie soll der Raum leer sein, nur damit sie ihre oberflächlichen Verneinungen darin ausspeien können. Die Entdeckung der psychischen Energie ist für sie unzulässig. Die Gedankenenergie ist für sie ein leeres Wort. In ihrem Starrsinn merken sie nicht, dass sie zu bösen Rückschrittlern werden. Wahnsinnige, könnt ihr denn die Menschen daran hindern, in unbegrenzter Freiheit zu denken? Nur in einer Sache kann man den Abergläubischen dankbar sein, nämlich, dass sie den Amboss bilden, auf dem der glühende Hammer die Klinge der Wahrheit schmiedet. Die Abergläubischen geraten bei dem Vergleich mit dem Amboss in Wut; sie möchten der Hammer sein, doch ein solcher Hammer schmiedet Evolution, die auf freie Erkenntnis gegründet ist. Die allergrößte Schande der Menschheit besteht im Aberglauben. Abergläubische sind überdies auch immer hochmütig; diese Eigenschaft befindet sich immer im Nest der Unwissenheit. Wir sprechen vom Überirdischen, da die Menschheit seiner Erkenntnis bedarf. Wir möchten, dass das Überirdische auf wissenschaftlichem Wege erkannt wird, dem Weg der Beobachtung und Erforschung. Für solche Errungenschaften muss der Mensch das Bewusstsein vertiefen und das Denken heben. Dem freien Denken sind die Abergläubischen nicht gefährlich, doch wollen wir ihre bösen Versuche nicht geringer darstellen, als sie sind. Über die freie Erkenntnisgewinnung sagen sie: ‘Dein Leben ist mein Tod.’ Der Denker sprach: ‘Wer kann denn das Denken begrenzen? Er wäre nicht nur unwissend, sondern auch wahnsinnig.’

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