Bruderschaft II, § 589

Urusvati weiß, dass die Evolution Zeiten extremer Anspannung durchlaufen kann. Es existiert die irrtümliche Annahme, dass Evolution ohne Schwankungen verlaufe und ihr Gesetz in absoluter Weise wirke. Doch Wir wissen, dass alles in individueller Weise lebt und sich bewegt. Dies bedeutet, dass eine besondere Koordinierung und Disziplin herrschen muss, damit der Zusammenhang nicht verletzt wird. Es gibt eine Logik der Evolution. Diese höhere Logik führt das Gesetz in Bewegung über, wenn Harmonie klar hervortritt und im Fundament des Lebens angelegt ist. Besonders schwer sind die Jahre weltweiter Umgestaltung. Die Menschen müssen in klarem Verständnisbemühen den Weg der Vervollkommnung erkennen, wofür die Körnchen der Wahrheit die Volksmehrheiten erreichen müssen. Man kann sich leicht vorstellen, wieviele Samenkörner in solch einem Aussaatprozess verlorengehen – und nicht nur verlorengehen, sondern verdorben werden. Zusammenstöße sind dort unausweichlich, wo die Wahrheit entstellt wird. Die Völker erheben sich gegen alles Menschliche, und gleichzeitig wagen sie es nicht, das Überirdische zu erfassen. Die Folgen solcher Uneinigkeit laufen auf sinnlosen Brudermord hinaus. Man darf nicht denken, die Evolution erfordere solche grausamen Erscheinungen. Man muss weinen, wenn man sieht, wie die Menschheit sich das entsetzliche Jammertal selbst erwählt. Wir sind erstaunt, wenn die Menschen ungeachtet vieler Errungenschaften dennoch die niedrigsten Entscheidungen vorziehen. Solche Verwirrungen treten am Vortage großer kosmischer Fristen in Erscheinung. Wenn ihr diese Lage kennt, seid ihr fähig, das Geschehen in besonnener Weise zu betrachten. Der Denker lehrte: ‘Neben den uns bekannten Gesetzen existieren auch solche, die der menschliche Verstand nicht zu erfassen vermag. ‘

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