Urusvati weiß, welches der tiefe Sinn des alten Sprichwortes ist: ‘Sucht die Unsichtbaren Freunde.’ Freunde aus der Höheren Welt werden eine feste Bürgschaft sein. Mitunter kennt ihr Sie, doch meist ist Ihr Name unbekannt, und allein die Freude des Bewusstseins zeigt Ihre Nähe an. Versucht nicht, Ihre Namen zu erfahren. Seit langem haben Sie irdischen Beinamen entsagt. Wie die Zeit für Sie nicht existiert, haben auch irdische Auszeichnungen ihre Bedeutung für Sie verloren. Möge die Zahl solcher Beschützer groß sein. Sie schätzen jedes lichte Bestreben, und nichts wird Ihre Gunst ablenken, wenn Sie Sich von einer vollbrachten Heldentat überzeugen können. Sie helfen dort, wo der Glaube fest ist. Möge der Segen der Unsichtbaren Freunde mit euch sein. Ein Wanderer erhält eine Weisung und erwartet die angekündigten Zeichen, doch der Weg ist lang, und die Zeichen gleichen nicht den vorausgesagten. Handelt es sich also um einen Irrtum? Befindet der Wanderer sich etwa nicht auf dem richtigen Pfad? Schon sind Zweifel eingedrungen, die die Kräfte rauben und die Tapferkeit abtöten. Doch dann blitzte das vorangekündigte Zeichen auf, und der Wanderer sieht sich in äußerstes Erstaunen versetzt: ‘Ist die Frist etwa bereits angebrochen?’ Schade, dass die Tapferkeit nun gelitten hat. Doch wollen Wir nicht allein von den Überirdischen Freunden sprechen. Auch auf der Erde gibt es Unsichtbare Freunde. Man muss Ihnen einen Gruß senden. Sie pflegen tätiger zu sein als manche bekannten Freunde. Werdet fähig, diesen irdischen Mitarbeitern ein Lächeln zu senden. Der Denker sprach: ‘Nicht nur sichtbare Freunde helfen, sondern noch mehr die Unsichtbaren. Sorgen wir uns nicht um eine Begegnung mit Ihnen, doch senden wir Ihnen den Gruß unseres Herzens.’