Bruderschaft II, § 587

Urusvati weiß, wie schadenbringend eine ungeordnete Tätigkeit der psychischen Energie ist. Es ist bekannt, dass die Gedankenenergie im Raume lebt und niemand die Grenze ihrer Ausbreitung kennt. Doch die Mehrzahl der irdischen Gedanken ist schwach und energielos, so dass sie sich im Raum leichter auflösen als konzentrierte Gedanken. Nun stellt euch vor, dass die Menschheit in ihrem gegenwärtigen Zustand die Möglichkeit klaren Denkens erhielte, das dann auch im Raum dauerhaft lebte. Es ist unmöglich vorstellbar, welch gefährliche und zerstörerische Verwirrung der Energie sich ergäbe! Die Menschheit muss sich reinigen und für die gute Qualität ihres Denkens die Bürgschaft übernehmen, dann können auch die Fristen der Evolution näherkommen. Oft hört ihr Klagen über ein Misslingen von Gedankenübertragungen, doch stellen diese Klagen eine Beschwerde über die Gerechtigkeitsprinzipien des räumlichen Gleichgewichts dar. Wer sich darüber beklagt, möge die Qualität seiner Gedanken überprüfen; es werden sich sicherlich solche von schlechter Qualität finden. Lasst uns auch nicht vergessen, dass der Mensch verschiedene Denkschichten besitzt. Er wird nichts dagegen haben, wenn einige seiner Gedanken öffentlich bekannt würden, doch hält er viele Gedanken lieber geheim. Bei Ungeordnetheit des Denkens wird der Raum mit höchst unzulässigen Gedanken gesättigt. So muss der Mensch sich um die Reinheit seines Denkens bemühen, was eine Tat zum Wohl der Menschheit darstellt. Der Denker bat darum, dass der Mensch, einatmend wie ausatmend, rein bleibe.

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