Urusvati weiß, wie schwer es ist, mit jenen umzugehen, die versichern, das Unsichtbare existiere für sie überhaupt nicht. Sie vollziehen ihre Schlussfolgerungen ähnlich wie ihre Vorväter, die vor den Erfindungen von Mikroskop und Teleskop lebten. Keinerlei Analogie vermochte sie zu überzeugen. Sie bezeichnen sich selbst als Realisten, Materialisten und Skeptiker, alle übrigen nennen sie Idealisten und verurteilen sie aufgrund vorgefasster Meinungen. Gewiss verhält es sich jedoch umgekehrt. Solche Realisten sind echte Idealisten, da sie an eine Idee glauben, die sie sich selbst ausgedacht haben. Indessen erweisen sich jene, die man allgemein als Idealisten bezeichnet, als wahre Realisten. Sie wollen lernen, und ihr Wissen beruht auf Beobachtungen. Sie lassen weder Aberglauben noch Vorurteile zu, da sie von der Unerschöpflichkeit der Erscheinungen der Natur wissen. Sie bürgen nur für zuverlässige Zeugnisse. Man kann gerade sie als Materialisten bezeichnen, da sie die Eigenschaften der Materie bestätigen. Darf man sich denn im Namen von Beschränktheit und Unwissen als Materialist bezeichnen? Man kommt nicht umhin, sich allerorten davon zu überzeugen, wie groß die Zahl unwissender und durch ihre Unwissenheit streitsüchtiger und uneinsichtiger Menschen ist. Tröstet euch nicht damit, dass einige ehrenhafte und wissensdurstige Beobachter mit den Wissenschaften des höheren Realismus beschäftigt sind. Ihre Zahl ist gering, und sie gleichen den frühen Christen, die genötigt waren, sich in Katakomben zu verbergen. Solche Forscher sind achtenswert, doch es schaden ihnen im besonderen Maße die verlogenen Buchstabengelehrten. Es schaden auch jene, die nicht begreifen können, warum ihnen ein gewisses Verständnisvermögen unerreichbar ist. Sie sind fähig, alles Existierende, außer sich selbst, zu verurteilen. Der Denker wies auf einen Hund und sprach: ‘Er sieht vieles, was uns nicht sichtbar ist, doch kann der Mensch nicht schlechter sein als ein Hund.’